Familie & Schwangerschaft

Maden in den Ohren: 83-Jährige findet ihren Mann im Pflegeheim in "ekelerregendem" Zustand vor

Die letzten Wochen im Leben von John Callaghan waren nicht so, wie jeder von uns sich das einmal für sich selbst wünschen würde. Und das beschäftigt seine Familie noch immer. Besonders Callaghans Witwe, die 83-jährige Fay aus Queensland, Australien. Ihr Mann war 2017 an Krebs erkrankt. Nach der Behandlung war er geschwächt und brauchte noch weitere Pflege, weshalb er nach dem Klinikaufenthalt vorerst in ein Pflegeheim zog. Doch nach nur zwei Wochen flehte John seine Frau an, ihn dort rauszuholen.

John sollte sich von der Krebsbehandlung erholen

John Callaghan war in das „Bupa Tungun Pflegeheim“ südlich der Stadt Brisbane eingezogen. Doch der geschwächte Mann merkte schnell, dass das Personal unerfahren wirkte und ihn nicht korrekt behandelte. Er war jedoch nicht in der Lage, zu protestieren, oder die Pflege, die das Personal versäumte, selbst an sich durchzuführen. Und so war Callaghans Frau Fay entsetzt, als sie ihn zum ersten Mal im Heim besuchen konnte. „Als ich ihn besuchte, krochen Maden aus seinem Ohr!“

Callaghans Krebserkrankung hatte auch sein Ohr betroffen – er war dort operiert worden und hatte entsprechend Wunden, die vom Pflegepersonal hätten versorgt werden müssen. Das aber war ganz offensichtlich nicht geschehen. Fay sagt, ihr Mann sei in einem „ekelerregenden“ Zustand gewesen. Und obwohl er durch seinen Zustand und seine Medikamente oft etwas verwirrt war, war er sich bei einer Sache ganz sicher: „Das ist ein schrecklicher Ort, es ist furchtbar hier! Keiner kümmert sich um einen. Bitte hol mich hier raus!“

Der alte Mann kam in ein Krankenhaus

Johns Aussage passte eindrücklich mit seinem schlimmen Zustand zusammen. Fay und ihre Kinder ließen John in ein nahegelegenes Krankenhaus bringen, allerdings war sein Zustand so schlecht, dass er dort wenig später starb. Zudem meldete die Familie das Pflegeheim den Behörden. „Es handelt sich um einen sehr ernsten, aber einzelnen Vorfall, der sich im Jahr 2017 in unserem Heim in Tugun ereignete. Das Problem wurde von unseren Pflegerinnen schnell erkannt und Mr. Callaghan wurde in ein Krankenhaus verlegt“, lautet die Version der Geschichte, die ein Sprecher der zuständigen Pflegeheim-Kette der „Daily Mail erzählte“. Man habe sich zudem bei Fay Callaghan entschuldigt.

Nach dem Vorfall führten verstärkte Kontrollen in den Heimen aber dazu, dass noch weitaus mehr Mängel erkannt wurden und in der Folge öffentliche Gelder für die Betreiber gestrichen wurden. Für Fay und ihre Kinder ist das aber kein wirklicher Trost – sie haben John verloren, der bei besserer Pflege eine Chance gehabt hätte, wieder auf die Beine zu kommen. Diesen Verlust kann nichts wieder aufwiegen.

Quelle: „Daily Mail“

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