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Ständig im Alarmmodus? Mediziner verrät, wie du einen Ausweg findest

Innerlich unruhig ist fast jeder Mensch mal. Wenn der innere Alarmmodus allerdings überhandnimmt und Betroffene nicht mehr zur Ruhe kommen, können auch Krankheiten dahinterstecken. Auf welche Symptome Sie achten sollten und wie Sie aus dem Gedankenkreisel entfliehen.

Sie sind ständig im Alarmmodus, können nicht mehr richtig schlafen, sind in einem Gedankenkarussell aus Sorgen und Stress gefangen und es fällt Ihnen schwer, sich auch nur eine Stunde auszuruhen? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen – denn zumindest phasenweise ist Nervosität und innere Unruhe nicht ungewöhnlich. Oft stecken harmlose Gründe dahinter: Leistungsdruck durch eine bevorstehende Prüfung, hoher Workload in der Arbeit oder Beziehungs- und Freizeitstress sind nur einige Beispiele.

Bei innerer Unruhe wird das vegetative Nervensystem im Körper überaktiviert. Typische Symptome sind:

  • Schlafstörungen
  • vermehrtes Schwitzen
  • erhöhter Herzschlag
  • Konzentrationsprobleme
  • Gedankenkreisen
  • Zittern

Allerdings können die Anzeichen Ulrich Voderholzer, dem ärztlichen Direktor und Chefarzt der Schön-Klinik in Roseneck, zufolge sehr unterschiedlich sein. So kann sich die Anspannung auch in Muskelverspannungen, Atem- oder Magendarmbeschwerden äußern. Auch Beklemmungsgefühlen, wie Druck in der Brust, sind typisch.

Innere Unruhe kann auf Depression, Angststörung oder ADHS hinweisen

Eine Krankheit ist die innere Nervosität selbst nicht – sie kann jedoch, wenn sie über einen längeren Zeitraum besteht und der Leidensdruck hoch ist, Symptom verschiedener psychischer Erkrankungen sein, wie Voderholzer bestätigt. Ob es sich um ein Anzeichen einer seelischen Erkrankung handelt, hängt dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zufolge auch vom Schweregrad der Nervosität ab. „Es gibt einen fließenden Übergang.“ 

Wer permanente Unruhe spürt, wem es schwerfällt, sich auszuruhen und wer nicht mehr loskommt von Anforderungen des Alltags und Mehrfachbelastungen, bei dem kann der innere Alarmmodus anhalten.

Eine starke innere Unruhe geht zum Beispiel häufig Hand in Hand mit einer Depression, kann aber auch auf Angststörungen oder ADHS des Erwachsenenalters hindeuten. Was hier Ursache ist und was Folge, ist unklar. „Eins bedingt das andere und es entsteht ein Teufelskreis“, sagt Voderholzer.

Neben Leistungsdruck und Stress kann zum Beispiel auch eine erblich bedingte Depression den anhaltenden Alarmmodus hervorrufen. Daneben kann innere Unruhe auch auf körperliche Erkrankungen hindeuten, zum Beispiel auf Schilddrüsenprobleme.

Drei Tipps, um den inneren Alarmmodus abzustellen

Ob Menschen mit innerer Unruhe einen Arzt aufsuchen müssen, hängt laut Voderholzer davon ab, wie sehr sie sich davon beeinträchtigt fühlen und wie hoch der Leidensdruck ist.

„Hat der innere Alarmmodus einen deutlichen Einfluss auf schulische oder berufliche Tätigkeiten oder belastet er die Partnerschaft, sollten Betroffene in jedem Fall ärztlichen Rat suchen“, empfiehlt der Chefarzt. 

Wer zunächst selber  – oder nach ärztlicher Abklärung – versuchen möchte, die Unruhe in sich abzuschalten, sollte drei Tipps beherzigen:

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