Fitness

Trainer erklären: 4 Trainingsansätze, auf die man 2020 verzichten kann

Die erste Woche des neuen Jahres ist geschafft, der Hangover der Silvesternacht schon wieder vergessen und die guten Vorsätze hoffentlich noch in vollem Gange.

Wie in jedem Jahr, stehen bei vielen Personen gesunde Vorhaben ganz oben auf der To-Do-Liste: Mehr Sport, gesünder essen, generell mehr Bewegung.

Falsche Ansätze rauben die Motivation

All diese Vorsätze sind sehr löblich, keine Frage. Doch vor allem für unerfahrene Fitness-Anfänger ist gerade jetzt die Gefahr hoch, sich durch die falsche Inspiration in einem weit verbreiteten Fitness-Trend zu verrennen.

Diese Trends werden oft von einer Vielzahl von Menschen verfolgt, weil sie in den sozialen Medien verbreitet werden und auf den ersten Blick vielversprechend erscheinen.

Doch oft liefern sie nicht die gewünschten Ergebnisse – egal, wie sehr man sich auch anstrengt und reinhängt – und wirken dadurch sehr demotivierend.

Für alle, denen etwas Orientierung helfen kann, kommen hier vier Fitness-Trends, denen man in 2020 nicht mehr nachjagen sollte.

1. Trainieren, nur um Kalorien zu verbrennen

Sport ist ein Mittel zum Zweck: Es löst Glücksgefühle aus,baut Stress ab, macht Spaß und ganz nebenbei kann man auch noch den Körper stärken, definieren und Fettpolstern den Kampf ansagen.

Beim Training ist es wichtig, nicht den Spaß aus den Augen zu verlieren und nur verbissen auf die verbrannten Kalorien zu achten – darunter kann die Motivation schnell leiden.

Das betont auch die Fitnesstrainerin Danielle Cote: „Es ist wichtig, auch alle anderen mentalen und physischen Vorteile zu berücksichtigen“, erklärt sie gegenüber dem Portal ‚health‘.

Wer nur an die energiereichen Lebensmittel und Getränke denkt, die durch die Bewegungen „ausgeglichen“ werden, setzt sich selbst womöglich zusätzlich unter Druck und gibt schneller wieder auf, weil schlichtweg der Spaß fehlt.

Besser: Im Sport einen Ausgleich zum stressigen Alltag suchen und die Art des Trainings absolvieren, das einem Freude bereitet.

2. Jeden Tag alles geben

Wenn die Motivation nur so aus einem heraussprudelt, möchte man natürlich zu jeder Zeit 110 Prozent geben. Nach einem anstrengenden Training verlangen die beanspruchten Muskeln jedoch nach einer Pause.

Beim Krafttraining kann man dann natürlich andere Körperregionen belasten, doch auch beim Split-Training sollten die Ruhetage nicht fehlen.

„Wer keine Pausen einlegt, riskiert unnötige Verletzungen“, warnt die Trainerin Rebecca Kennedy. „Der Körper braucht Erholung genauso wie er die Bewegung braucht.“

Übertreibt man es beim Training, läuft man nicht nur Gefahr, sich Verletzungen zuzuziehen; auch sabotiert man selbst die positiven Resultate des Workouts.

Denn der Muskelaufbau erfolgt vor allem in der Ruhezeit nach der Anstrengung. Dazu benötigt es allerdings eine angemessene Schonfrist der Muskeln, viel Wasser, die richtige Ernährung und vor allem guten Schlaf.

Anstatt jeden Tag ein hartes HIIT-Workout durchzuziehen oder schwere Gewichte zu stemmen, sollten zwischendurch auch Einheiten mit geringerer Intensität wie ein Deloadtraining mit wenig Gewichten, Yoga oder Spaziergänge auf dem Plan stehen.

3. Exercise-Challenges machen

Vor allem in den sozialen Medien häufen sich diese Art der Challenges: Für einen Monat lang jeden Tag die Plank oder Squats ausführen und sich dann mit den Tagen steigern.

Das klingt im ersten Moment natürlich vielversprechend und leicht durchzuziehen. Doch leider werden sich die gewünschten Resultate höchst wahrscheinlich nicht einstellen.

Mit der Durchführung einer einzelnen Übung kann man nämlich weder eine große Muskelmasse aufbauen, noch großartige Mengen an Körperfett reduzieren.

Doch natürlich sind diese Challenges nicht per se schlecht – man sollte sich nur nicht zu viel erhoffen.

„Diese Challenges sind wunderbare Kickstarts, um die Leistungsfähigkeit einer Bewegung zu steigern, eine Bewegungsroutine wiederherzustellen oder die Arbeitskollegen zu motivieren, weniger am Arbeitsplatz zu sitzen“, erklärt dieFitness Expertin Kate Ligler.

„Wenn jedoch ein Sixpack oder ein praller Po das Ziel sind, kann eine Plank- oder Kniebeugen-Challenge diese Lücke nicht schließen.“

Stattdessen müsse man seine Bewegungs- und Ernährungsangewohnheiten im Allgemeinen überdenken und anpassen.

4. Nur noch das EINE Training machen

Ein Training zu finden, das einem liegt und Spaß macht, ist großartig. Sich aber nur auf ein einziges bestimmtes Training zu konzentrieren, stellt auf lange Sicht nicht die beste Fitnessstrategie dar.

„Das gleiche Training mehrere Tagen in der Woche zu absolvieren, ist zwar besser als sich nicht zu bewegen, es fehlt jedoch ein vollständiger Ansatz für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden“, erklärt Kennedy.

Auch sollte man sich nicht von Trends oder anderen Personen wie den Freunden beeinflussen lassen und ein Workout machen, nur „weil es gerade jeder tut“.

Denn jeder Körper arbeitet anders und für jeden Menschen funktioniert eine andere Strategie besser. Also lieber auf das eigene Körpergefühl vertrauen und sich ruhig von Zeit zu Zeit auch mal fordern und einen Schritt weiter gehen.

Cornelia Bertram

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