Gesundheit

Apotheken sollen Honorar für E-Medikationsplan erhalten

Nachdem das Thema Digitalisierung bereits in vorherigen BMG-Gesetzentwürfenvorkam, hat das Ministerium am heutigen Mittwoch ein separates E-Health-Gesetzauf den Weg gebracht. Laut dem Referentenentwurf zum „Digitale VersorgungGesetz“ (DVG) müssen Apotheken bis zum 31.3.2020 an die Telematikinfrastrukturangebunden sein. Aus dem Entwurf geht eindeutig hervor, dass Apotheken für ihreDienstleistungen rund um den elektronischen Medikationsplan honoriert werdensollen. 

Am heutigen Mittwoch verabschiedete das Bundesgesundheitsministerium(BMG) einen Referentenentwurf für ein „Gesetz für eine bessere Versorgung durchDigitalisierung und Innovation“  – kurz DigitaleVersorgung Gesetz (DVG). Damit will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) diedigitale Transformation des Gesundheitswesens beschleunigen, nachdem die Entwicklungder elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der Ausbau der Telematikinfrastruktur(TI) in den vergangenen 15 Jahren von mäßigen Fortschritten gekennzeichnet waren.

TI-Anbindung für Apotheken bis 31. März 2020

Der neue Gesetzentwurf beinhaltet verschiedene Regelungenzur TI-Anbindung, zur Zulassung von digitalen Gesundheitsanwendungen (Apps) undzur Bewerbung von Videosprechstunden. Erstmals wird auch eine Frist zur TI-Anbindungfür Apotheken genannt: Bis zum 31. März 2020 müssen Apotheken an dieDatenautobahn angeschlossen sein, um den elektronischen Medikationsplan künftigbearbeiten zu können.  

Dabei enthält der Entwurf eine erfreuliche Klarstellungfür Pharmazeuten: Anders als bei der Papierversion sollen die Apotheker fürihre Leistungen zum elektronischen Medikationsplan künftig honoriert werden. Soenthält der Entwurfstext einen Verweis zur Arzneimittelpreisverordnung: „Für die mit diesem Gesetz eingeführte pharmazeutische Dienstleistungvon Apotheken des Abgleichs und der Synchronisation der Medikationsdaten desMedikationsplans mit der elektronischen Patientenakte wird die Vergütung um …Cent auf … Cent angehoben.“ Eine konkrete Ausarbeitung der Vergütungsstruktur könneim Rahmen der Gesetzgebung zum Apotheken-Stärkungsgesetz erfolgen, war aus demMinisterium zu hören.

Und wann kommt der elektronische Medikationsplanflächendeckend in die Apotheken und zum Patienten? Dem TSVG zufolge soll dies zusammenmit der elektronischen Patientenakte spätestens ab dem 1. Januar 2021 der Fall sein. Derzeitwürden die Gesellschafter der Gematik über eine weitere Konkretisierung desTermins beraten, hieß es aus dem BMG.  

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