Gesundheit

Krankenkassen fordern E-Rezept-Pflicht für Ärzte und Patienten

Durch die Einführung des E-Rezeptes wird sich auch für die Krankenkassen einiges ändern: Die Verordnungen werden weniger fehleranfällig, Retaxationen dürften abnehmen. Außerdem wird die Abrechnung mit Apothekern komplett digitalisiert. DAZ.online hat beim GKV-Spitzenverband nachgefragt, was den Kassen bei der Einführung des E-Rezeptes wichtig ist. Im Gegensatz zu Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzen die Kassen auf einen harten Systembruch: Irgendwann müsse es eine Pflicht für Ärzte und Patienten geben, E-Rezepte zu nutzen. Der AOK-Bundesverband wünscht sich zudem, dass Versandhändler nicht benachteiligt werden.

An der Einführung des E-Rezeptes arbeiten nicht nur die Apotheker. Auch die Krankenkassen sind gleich an mehreren Stellen involviert. An erster Stelle spielen die Kassen eine wichtige Rolle in der Gematik, wo alle Leistungserbringer, die Kassen und das Bundesgesundheitsministerium gemeinsam die Prozesse der Digitalisierung festlegen. Mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) wurde die Gematik kürzlich beauftragt, alle für das E-Rezept nötigen Spezifikationen und Versorgungswege bis Ende Juni 2020 festzulegen.

Aber schon jetzt sind einige Krankenkassen im Bereich der digitalen Verordnungen aktiv: Die TK hat sich in Hamburg ein eigenes E-Rezept-Netz aufgebaut, in dem bislang eine Apotheke und eine Arztpraxis E-Rezepte nutzen. Und in Baden-Württemberg tüfteln Apotheker, Ärzte und Krankenkassen derzeit gemeinsam am GERDA-Projekt. Schon länger laufen dort Verhandlungen zwischen den Apothekern und den Kassen, in denen beispielsweise die Abrechnung der E-Rezepte geklärt wird.

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Grund genug, auch beim GKV-Spitzenverband (GKV-SV) nachzufragen, welche Prämissen die Kassen bei der Einführung des E-Rezeptes haben. Eine Sprecherin stellt zunächst klar, dass der Kassenverband digitale Verordnungen grundsätzlich begrüßt. Denn:

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