Gesundheit

Zeitungsbericht: Versand-Chaos bei der Shop-Apotheke

Die „Nordwest Zeitung“ berichtet in ihrer Online-Ausgabe derzeit über einen Kunden der Shop Apotheke, der eigenen Angaben zufolge gleich mehrfach falsch beliefert wurde. Dem Bericht zufolge soll der Mann ein Rezept über Blutdrucksenker und Gerinnungshemmer in die Niederlande geschickt haben, er bekam Lamotrigin. Und auch der Versuch des EU-Versenders, den Fehler zu korrigieren, soll komplett misslungen sein. Die Shop Apotheke räumt Fehler ein, steht mit dem Kunden in Kontakt und will nun insbesondere die eigenen Kommunikationsprozesse hinterfragen.

Der „Nordwest Zeitung“ zufolge geht es um einen männlichen Kunden aus der niedersächsischen Stadt Bad Zwischenahn. Der Mann soll demnach schon länger bei dem EU-Versender bestellen. Dem Artikel zufolge soll er statt zweier Arzneimittel zur Gerinnungshemmung und zur Blutdrucksenkung das Antiepileptikum Lamotrigin erhalten haben. Doch damit nicht genug: Das Arzneimittel soll laut Lieferschein auch gar nicht an ihn adressiert gewesen sein, vielmehr für einen Patienten, der in Ingolstadt lebt. Der Patient aus Bad Zwischenahn ist demnach selbst Arzt und erkannte den Fehler vor der Einnahme der Medikamente. „Ein anderer Kunde hätte das vielleicht nicht bemerkt und die Medikamente genommen“, wird er in dem Bericht zitiert.

Aber auch der Korrekturversuch der Shop Apotheke soll laut dem Zeitungsbericht fehlerhaft gewesen sein. „Bei der Nachlieferung der eigentlich bestellten Medikamente hieß es, das Originalpräparat sei nicht lieferbar, ich würde stattdessen einen Ersatz bekommen“, berichtet der Patient. Doch dann soll er plötzlich zwei Pakete aus den Niederlanden erhalten haben, einmal das angeblich defekte verordnete Präparat und einmal das Ersatzarzneimittel. Und: Für beide Pakete buchte der Versender laut „Nordwest Zeitung“ Geld vom Konto des Kunden ab. „Ich hatte aber nur ein Rezept, konnte das Medikament also nur einmal mit meiner Krankenversicherung abrechnen“, sagt er in dem Bericht.

Der Vorgang soll inzwischen ein Jahr zurückliegen – doch die Shop Apotheke soll weder das überflüssige Präparat zurückgenommen noch das zu viel gezahlte Geld zurücküberwiesen haben. Deswegen habe sich der Betroffene zunächst an die Apothekerkammer gewendet, doch die verwies darauf, dass man auf niederländische Versender keinen Zugriff hat. Das Thema Online-Apotheken sei für ihn nun „erledigt“, er wolle jetzt nur noch in Vor-Ort-Apotheken gehen, wird er zitiert.

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