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Ansteckungsgefahr: Wie lange ist man nach einer Grippe ansteckend?

Der Hals kratzt, die Nase läuft und die Zahl auf dem Fieberthermometer sieht alles andere als gut aus: Wer die Grippe hat, sollte auf jeden Fall das Bett hüten.

Doch was ist, wenn man sich nach ein paar Tagen schon wieder gut fühlt? Ist die Ansteckungsgefahr dann noch immer hoch –oder hat man schon alles überstanden?

Klar ist: Wer noch Grippesymptome aufweist, sollte es ruhig angehen lassen. Fängt man beispielsweise zu früh mit Sport an, dann kann sich die Grippe verschlimmern und auf andere Organe übergehen.

Denn die Influenza ist eine ernstzunehmende und hochgradig ansteckende Erkrankung. Verlässt man zu früh das Bett, belastet das nicht nur den Körper, sondern stellt auch ein Risiko für andere Personen dar.

Ansteckungsrisiko auch ohne Grippesymptome

Betroffene können bereits einen Tag vor dem Ausbruch der Symptome ansteckend sein. Und selbst eine Woche nach dem Ausbrechen ist das Ansteckungsrisiko noch immer gegeben.

In der Grippesaison wird deshalb empfohlen, sich von erkrankten Menschen fernzuhalten. Wie eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigt, weisen viele Personen trotz Erkrankung jedoch gar keine Symptome auf – Fernhalten ist dann schwer.

Das Wissenschaftlerteam um Andres Hayward vom University College in London fand heraus, dass sich jeder Fünfte während einer Grippewellle mit Influenza-Viren ansteckt. Aber nur bei den wenigsten bricht sie auch aus.

Für ihre Studie untersuchten sie fünf Jahre lang jeweils vor und nach der Grippe-Saison Blutproben einer Gruppe von Briten auf Influenzaantikörper.

Während der Grippesaison erkundigten sich die Forscher wöchentlich nach grippeähnlichen Symptomen. Im Fall einer Erkrankung sollten die Probanden einen Abstrich der Nasenschleimhaut einschicken, welche dann auf entsprechende Viren untersucht wurde.

Die meisten Grippeinfektionen verlaufen symptomlos

So kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass es bei 18 Prozent der Teilnehmer zu einem Anstieg der Antikörper um mehr als das Vierfache kam – das Immunsystem hatte also Kontakt zu Grippeviren.

Unter den Teilnehmern, bei denen die Influenza nicht nachgewiesen wurde, waren während der Grippesaison 44 Prozent erkrankt. Neun Prozent wiesen sogar die Symptome auf, ohne an der Grippe erkrankt zu sein.

Die Forscher rechneten anhand dieser Daten aus, dass die meisten Grippeinfektionen symptomlos verlaufen, da das Immunsystem die Viren neutralisiert, ohne dass die Betroffenen etwas bemerken.

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Wenn der Körper die Viren jedoch nicht beseitigen kann, erfolgt der Ausbruch in der Regel etwa ein bis zwei Tage nach der Ansteckung. Die Grippebeschwerden dauern dann mindestens zwei bis fünf Tage an.

In besonders schweren Fällen kann es allerdings auch vorkommen, dass die Grippe verschleppt wird und sich über mehrere Wochen oder gar Monate hinwegzieht.

Hygiene schützt vor Tröpfcheninfektion

Da sich die Influenza über die sogenannte Tröpfcheninfektion überträgt, beim Sprechen, Husten und Niesen werden also infizierte Tropfen in die Luft abgegeben und durch andere Personen eingeatmet.

Auch auf Gegenständen, die oft berührt werden, wie zum Beispiel Türgriffe, tummeln sich vermehrt Viren, die dann über die Hände an die Schleimhäute von Mund und Nase übertragen werden.

Um dies zu verhindern, sollte man sich regelmäßig und gründlich die Hände waschen. Unterwegs kann man auf Desinfektionsgel speziell für die Hände zurückgreifen.

Cornelia Bertram

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