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Hautprobleme durch die Maske: Was hilft gegen das Schwitzen unter dem Mundschutz?

Gesichtsmasken sind in diesen Zeiten zu einem dauerhaften Begleiter geworden, sie sorgen dafür, dass man sich trotz des in Deutschland wieder weitestgehend frei bewegen kann.

Doch auch wenn es vernünftige Gründe für den Mund-Nasen-Schutz gibt, trägt sie vermutlich keiner wirklich gerne.

Vor allem wenn die Temperaturen hochklettern, kann es unter der Maske unangenehm werden.

Dabei ist das beschwerliche Atmen unter dem Mundschutz nicht nur anstrengend, sondern kann auch zu unschönen Hautreaktionen führen.

Schädliches Mikroklima unter der Maske

Immer mehr Menschen beklagen sich darüber, dass durch das Maskentragen Hautunreinheiten im Nasen- und Mundbereich entstehen.

Vor allem Menschen mit sensibler Haut, die unter Neurodermitis und Kontaktallergien leiden, berichten dem ‚Deutschen Allergie- und Asthmabund‘ zufolge von Hautreaktionen durch die Schutzmasken.

Und tatsächlich kommt das nicht von ungefähr.

Denn gerade bei Hitze können durch den Schweiß Farbstoffe und andere Substanzen aus den Materialien austreten, die zu Hautreizungen, Rötungen und Juckreiz führen.

Doch selbst ohne hohe Temperaturen wird es schnell feuchtwarm unter der Maske, wodurch ein schädliches Mikroklima für die Haut entsteht.

Entsprechend sind die zu beobachtenden Hautunreinheiten auch keine Hitzepickel, sondern werden durch Keime verursacht, die sich unter der Schutzmaske besonders gut vermehren können.

Wenn die Maske oder ihre Gummibänder dann auch noch minimal scheuern sollten, sind Hautirriationen die logische, wenn auch unschöne Konsequenz – gerade bei Hitze.

Tipps gegen das Schwitzen unter der Maske

Glücklicherweise gibt es einige Tipps, wie man das Schwitzen trotz Mundschutzpflicht und sommerlichen Temperaturen unter Kontrolle behalten kann.

So macht es bei empfindlicher Haut zum Beispiel Sinn, oben beschriebene Masken mit scheuernden Gummibänder gegen einen Mund-Nasen-Schutz, der mit Stoffbändern am Kopf befestigt wird, auszutauschen.

Darüber hinaus es gibt noch weitere hautärztliche Empfehlungen:

1. Atempausen für die Haut

Im besten Fall sollten Schutzmasken nicht länger als 1,5 Stunden am Stück getragen – maximal jedoch einen Tag lang.

Zwischendurch sollte man die Haut immer mal wieder atmen lassen.

2. Auf atemfreundliche Masken setzten

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz haben nicht nur getestet, welche Stoffe potentiell infektiöse Tröpfche am besten abhalten, sondern auch untersucht, durch welche Materialien es sich am leichtesten atmen lässt.

Die Kombination aus Jersey/Biberstoff schnitt dabei am besten ab, sie ließ deutlich mehr Luft durch als zweilagiger, dichter Baumwollstoff.

3. Auf Make-up verzichten

Grundsätzlich hat Make-up eine Tendenz dazu, die Poren zu verstopfen. In Verbindung mit Schweiß und einer erhöhten Anzahl an Keimen unter der Maske kann das dann schnell zu unreiner Haut führen.

Am besten lässt man gerade bei heißen Tagen also das Make-up oder auch die getönte Tagescreme einfach weg.

4. Cremen

Das Auftragen einer Creme unter dem Bereich der Maske macht die Gesichtshaut wiederstandsfähiger.

„Aktuell ist eine beruhigende fettende Pflegecreme mit geringem Feuchtigkeitsanteil für viele Hauttypen ratsam“ , erklärt Dermatologin Dr. Baum aus Kassel.

Der beruhigende Effekt für die Haut ist dabei unbestreitbar. Allerdings sollte man beobachten, wie gut die Haut mit der Kombination aus Schweiß und sich verflüssigender Creme zurechtkommt.

5. Teebeutel gegen Pickel

Für den Fall, dass bereits erste Hautreizungen erkennbar sind, hat Dr. Baum noch einen weiteren Tipp: Umschläge aus schwarzem Tee.

„Wenn Sie gereizte Haut verwöhnen möchten, brauchen Sie nur einen Teebeutel mit schwarzem Tee. Befeuchten Sie den Teebeutel und legen ihn für 10 Minuten auf die betroffene Hautpartie. Die Haut wird so spürbar beruhigt.“

6. Regelmäßig waschen

Trotz aller Präventivmaßnahmen lässt sich das Schwitz-Problem leider nicht komplett vermeiden.

„Man schwitzt unter dem Nasen-Mundschutz, selbst bei milden Temperaturen“, desillusioniert Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia gegenüber ‚RTL‘.

Umso wichtiger ist es, auf die Hygienemaßnahmen beim Tragen des Mundschutzes zu achten und diesen regelmäßig bei mindestens 60° Grad zu waschen.

Auch das hilft dabei, die Keimdichte zu reduzieren, mit der die Haut in Berührung kommt und so Überreaktionen zu verhindern.

Quellen

  • Deutscher Allergiker- und Asthmabund: „Corona & Hautprobleme: Schutzmasken und Desinfektionsmittel“, abgerufen am 15.06.2020: https://www.daab.de/blog/2020/05/hautprobleme-schutzmasken-und-desinfektionsmittel/
  • Hautarztpraxis Kassel: „Die richtige Hautpflege bei Maskenpflicht“, abgerufen am 15.06.2020: https://www.hautarztpraxis-kassel.de/news/richtige-hautpflege-bei-maskenpflicht/
  • Abscheideeffizienz von Mund-Nasen-Schutz Masken, selbstgenähten Gesichtsmasken und potentiellen Maskenmaterialien https://www.mpic.de/4649455/filtermasken_zusammenfassung_16_04_2020_clean.pdf

Larissa Hellmund

*Der Beitrag „Hautprobleme durch die Maske: Was hilft gegen das Schwitzen unter dem Mundschutz?“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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