Gesundheit

Behörde will vollständig geimpfte US-Bürger von Maskenpflicht befreien – Biden feiert Meilenstein

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: Kanzlerin Merkel hat sich optimistisch gezeigt, dass der Sommerurlaub in Europa auch für Ungeimpfte möglich sein wird. Der Hamburger Senat hat unterdessen angekündigt, die Corona-Notbremse aufheben zu wollen. Alle aktuellen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 14. Mai

Corona-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
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  • Hier finden Sie die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland

Maas schließt weitere Rückholaktion für Urlauber wegen Corona aus

06.17 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) schließt eine erneute Rückholaktion für gestrandete Urlauber wegen der Corona-Pandemie aus. "Wenn sich in bestimmten Ländern die Pandemielage verschlechtern sollte, darf das heute, im Jahr 2021, anders als noch im vergangenen Jahr, niemanden mehr überraschen", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Jeder einzelne habe Erfahrung mit dem Coronavirus gesammelt.

"Auch die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften hatten Gelegenheit, sich auf die Situation einzustellen", betonte der Minister. Die Menschen könnten sich aber weiterhin im Notfall immer auf die weltweit mehr als 200 deutschen Botschaften und Konsulate. "Wer strandet, dem wird mit Rat und Tat geholfen, bis die Heimreise gelingt", versicherte Maas. Clara Margais/dpa Menschen gehen am Strand von Arenal schwimmen.

Zur Urlaubssaison im Sommer sagte Maas: "Wir dürfen uns Hoffnung machen, dass sich das Leben bald wieder normalisiert, wenn die Infektionszahlen weiter sinken und die Impfkampagne Fortschritte macht." Die bedeute aber "nicht, dass zu Pfingsten oder in den Wochen danach alle Einschränkungen aufgehoben sein werden". Der SPD-Politiker geht aber davon aus, dass die Deutschen im Sommer wieder in Urlaub fahren können.

Virologe Streeck warnt vor vierter Corona-Welle

05.58 Uhr: Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt davor, die Coronakrise schon für beendet zu erklären. „Es könnte sein, dass wir eine vierte Welle erleben im Herbst“, sagte Streeck dem Berliner Nachrichten-Magazin FOCUS. „Die Zeit bis dahin sollten wir nutzen, die Strukturen und Prozesse zu optimieren.“ Der 43-Jährige hielte es für „sehr hilfreich“, wenn „für die nächste Pandemie“ auf Bundesebene eine Art Pandemierat eingerichtet würde. In einem solchen interdisziplinären Gremium sollten dann „neben Wirtschaftswissenschaftlern, Soziologen oder Demoskopen auch Intensivmediziner und andere Praktiker eine Rolle spielen.“ So ein Beraterkreis hätte schon der aktuellen Corona-Politik „wesentlich mehr Stabilität und auch Glaubwürdigkeit gegeben“. Stattdessen habe sich die Öffentlichkeit „aus einer Kakophonie von Quellen“ informieren müssen. Federico Gambarini/dpa Der Bonner Virologe Hendrik Streeck

Streeck forderte gegenüber FOCUS außerdem, endlich ernstzumachen mit der Digitalisierung der Gesundheitsämter, aber auch dem Ausbau der Pflege-Infrastruktur: „Wir müssen die Berufe attraktiver machen, ihre Bezahlung verbessern und die Ausbildung optimieren. Hier wären Milliardeninvestitionen bestens eingesetzt.“ Außerdem müsse man für künftige Pandemien „eine andere Metrik finden, also Indikatoren, nach denen wir das Infektionsgeschehen bemessen. Infektionszahlen oder Sieben-Tage-Inzidenzen genügen da nicht.“

Streeck zeigte sich skeptisch, dass die vielbeschworene Herdenimmunität bald erreicht sei. „Wir hatten gerade den Fall eines geimpften Arztes, der eine hohe Viruslast im Rachen entwickelte und auch die Familie angesteckt hat.“ Vielleicht seien das „ja nur Einzelfälle. Aber wir müssen das beobachten.“ An Impfstoff mangele es jedenfalls nicht mehr. Im Gegenteil: „Wir haben solche Mengen an Impfstoff, dass die Frage bald beantwortet werden muss, ob und wie wir zumindest Teile davon spenden oder abgeben.“

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit 20. März unter 100

Freitag, 14. Mai, 5.45 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit dem 20. März wieder die Schwelle von 100 unterschritten. Nach Stand des RKI-Dashboards von 04.56 Uhr lag der Wert am Freitag bei 96,5 (20. März: 99,9). Am Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember vergangenen Jahres gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.336 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.485 Neuansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 190 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.577.040 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.259.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85.848.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Biden: Richtlinien zum Aufheben der Maskenpflicht sind "Meilenstein"

23.07 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat die neuen Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC zum weitgehenden Aufheben der Maskenpflicht für Geimpfte als "Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie gefeiert. "Heute ist ein großer Tag für Amerika in unserem langen Kampf gegen das Coronavirus", sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus. "Wenn Sie vollständig geimpft sind, müssen Sie keine Maske mehr tragen." Biden warnte, das gelte nicht für Menschen, die noch keinen vollständigen Impfschutz haben. Die CDC hatte zuvor Richtlinien veröffentlicht, nach denen vollständig geimpfte Personen nicht nur draußen, sondern auch in geschlossenen Räumen meist keine Maske mehr tragen müssen.

Biden sagte, die Fallzahlen seien in 49 der 50 Bundesstaaten gesunken. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 sei auf dem niedrigsten Stand seit April vergangenen Jahres. Am Donnerstag sei die Marke von 250 Millionen verabreichten Impfdosen seit seinem Amtsantritt am 20. Januar erreicht worden. Insgesamt sind inzwischen nach CDC-Angaben mehr als 117 Millionen der rund 330 Millionen Menschen in den USA vollständig geimpft worden. Bei Erwachsenen liegt die Quote bei gut 45 Prozent.

Evan Vucci/AP/dpa Joe Biden, Präsident der USA, hält eine Rede über Corona-Impfungen im South Court Auditorium im Weißen Haus.  

Biden appellierte an die verbliebenen Amerikaner, sich impfen zu lassen. "Wir sind noch nicht fertig. Wir verlieren immer noch zu viele Amerikaner, weil wir immer noch zu viele ungeimpfte Menschen haben." Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 70 Prozent aller Erwachsenen vollständig geimpft sein sollen. Er fügte hinzu, um langfristige Sicherheit zu erreichen, müsse die Pandemie nicht nur in den USA, sondern weltweit bekämpft werden.

Der US-Präsident rief dazu auf, Verständnis für jene Menschen zu zeigen, die die Masken trotz Impfschutzes noch nicht ablegen wollten. "Bitte behandeln Sie sie mit Freundlichkeit und Respekt. Wir hatten zu viele Konflikte, zu viel Bitterkeit, zu viel Wut, zu viel Polarisierung in dieser Frage über das Tragen von Masken. Lassen Sie uns das beiseite legen. Erinnern wir uns: Wir sind alle Amerikaner."

Griechenland lockert Corona-Regeln und inländische Reisebeschränkungen

23.01 Uhr: Griechenland lockert ab Freitag zahlreiche Corona-Beschränkungen. Zusätzlich zur Aufhebung eines Reiseverbots innerhalb des Landes sollen auch Museen wieder öffnen dürfen. Zudem müssen Bürger künftig das Verlassen ihrer Wohnungen nicht mehr per SMS bei den Behörden anmelden. Wer auf eine der griechischen Inseln mit dem Schiff oder Flugzeug reist, muss aber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hatte Griechenland besonders hart getroffen. Die Mehrheit der rund 10.000 Corona-Todesfälle entfiel auf die vergangenen Monate. Griechenland, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, hat seine Impfkampagne vor der Sommersaison beschleunigt. Obwohl die Behörden weiterhin mehr als 2000 Neuinfektionen pro Tag registrieren und die Krankenhäuser ausgelastet sind, durften bereits am Montag alle Schulen wieder öffnen.

Getty Images Wer vollständig geimpft ist, braucht für die Einreise nach Griechenland künftig keinen negativen Test mehr  

Corona-Zahlen am Donnerstag: 15.564 Neuinfektionen und 255 Todesfälle

21.02 Uhr: Laut einer Auswertung von FOCUS Online sind am Donnerstag 15.564 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet worden. Das sind rund 4500 weniger als noch vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle lag am Donnerstag bei 255, in der vergangenen Woche waren es 254.

Den Überblick über alle relevanten Kennzahlen der Corona-Pandemie erhalten Sie im  Zahlen-Check von FOCUS Online

US-Behörde: Vollständig Geimpfte sollten von Maskenpflicht und Abstandsregeln befreit werden

20.12 Uhr: US-Bürgerinnen und Bürger, die vollständig geimpft sind, sollen in Zukunft keine Masken mehr tragen müssen und sind auch nicht mehr an Abstandsregeln im öffentlichen sowie privaten Raum gebunden. Das empfahl die Seuchenschutzbehörde CDC am Donnerstag. Die neue Empfehlung kommt aber mit kleineren Einschränkungen daher. So sollen auch Geimpfte bei Arztbesuchen weiter eine Maske tragen müssen, auch in öffentlichen Verkehrsmitteln soll eine Maskenpflicht bestehen bleiben.

Die CDC teilte dazu in einem Statement mit: "Die Wissenschaft ist klar: Wenn du vollständig geimpft ist, bist du geschützt und du kannst wieder anfangen die Dinge zu tun, die du vor der Pandemie aufgehört hast zu tun." In den USA sind derzeit rund 156 Millionen mit einer Impfdosis geimpft, rund 117 Millionen haben bereits vollständigen Impfschutz bekommen.

Schottische Regierung genehmigt 600 Zuschauer bei Fußball-Pokalfinale

18.50 Uhr: Das Finale im schottischen Fußball-Pokal steigt vor 600 Zuschauern. Die Endspielgegner Hibernian aus Edinburgh und FC St Johnstone aus Perth dürften je 300 Karten für das Spiel im Glasgower EM-Stadion Hampden Park am 22. Mai an ihre Fans verteilen, teilte der schottische Verband am Donnerstag mit. Die schottische Regierung habe verfügt, dass ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden müsse bei der Sitzplatzverteilung. Der Verband hatte beantragt, 2000 Zuschauer zuzulassen, bei je eineinhalb Metern Distanz. "Obwohl die Anzahl geringer ist als erwartet, freuen wir uns auf eine begrenzte Menge von Fans, die am Pokalfinale teilnehmen", so der Verband.

Im Hampden Park sollen insgesamt vier Partien der Europameisterschaft im Sommer stattfinden, drei Gruppenspiele und ein Achtelfinale. Die Europäische Fußball-Union UEFA rechnet dann mit 12.000 Zuschauern je Spiel.

Fünf Millionen Briten warten wegen Pandemie auf Krankenhausbehandlung

14.06 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie warten so viele Menschen wie nie zuvor in England auf eine Behandlung im Krankenhaus. Ende März hätten fast fünf Millionen Menschen auf Wartelisten gestanden, teilte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) am Donnerstag in London mit. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Statistik im August 2007. Mehr als 430 000 Menschen warteten demnach bereits seit einem Jahr auf den Start ihrer Behandlung. Im März 2020 waren es nur 3097 Langzeit-Wartende.

Um den Rückstau abzubauen, forderten Gesundheitsexperten eine Aufhebung von Corona-Abstandsmaßnahmen für Pflegekräfte. Außerdem seien höhere Investitionen nötig, um in den kommenden Monaten so viele Patienten wie möglich zu betreuen. Unter den Wartenden sind vor allem Krebspatienten, aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen. Der NHS fürchtet, dass der Abbau mehrere Jahre dauern wird.

12.59 Uhr: Dänemark erleichtert seine Einreisebestimmungen für Touristen. Der bislang notwendige triftige Einreisegrund – also etwa der Besuch von nahen Verwandten oder Partnern – fällt für Menschen aus Ländern der EU und des Schengenraums ab Freitag weg, sofern die Corona-Lage in ihren Staaten nicht als allzu schlecht eingestuft wird. Wie das dänische Außenministerium in der Nacht zum Donnerstag mitteilte, müssen sich Urlauber und andere Einreisende nach der Ankunft in Dänemark aber nach wie vor testen lassen und in Quarantäne begeben, wenn sie nicht gegen Covid-19 geimpft worden oder von einer Infektion genesen sind.

Touristen und andere aus dem deutsch-dänischen Grenzgebiet sowie den Grenzregionen zu Schweden werden von der Quarantäneregelung ausgenommen. Für sie gilt nun einheitlich, dass die Vorlage eines maximal 72 Stunden alten negativen Tests bei der Einreise reicht.

Die Lockerungen waren bereits in einer Mitte April geschlossenen Vereinbarung zwischen Regierung und den meisten Parlamentsparteien zum 14. Mai anvisiert worden. Die Quarantäneanforderung für Länder mit passablen Corona-Zahlen soll nach Ministeriumsangaben zum 26. Juni wegfallen. Vollständig geimpfte Menschen aus vielen EU- und Schengen-Ländern dürfen bereits seit Anfang Mai wieder einreisen.

Bedingung für die Einreise nach Dänemark ist, dass das jeweilige Land der Reisenden zumindest als "orange" gilt, die dortige Corona-Lage also nicht zu schlimm ist und dort auch keine als besorgniserregend eingestuften Virus-Varianten grassieren. Deutschland galt in Dänemark zuletzt wie die meisten anderen EU- und Schengenstaaten als "orange". Da die Inzidenzgrenze für eine Einstufung als "gelbes" Land nun angehoben wird, könnte es sein, dass mehrere Staaten und Regionen in diese Kategorie fallen – in solch einem Fall müssen Reisende nicht mehr in Quarantäne. Die Länderfarben sollen am Freitagnachmittag aktualisiert werden, womit sie ab Samstag um 16.00 Uhr gültig werden.

Justizministerin Lambrecht will Freiheiten "nicht nur für Geimpfte und Genesene"

12.26 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) rechnet damit, dass schon in wenigen Wochen wesentliche Freiheitsbeschränkungen bundesweit wieder aufgehoben werden können. „Ich möchte, dass es nun Veränderungen für uns alle gibt, nicht nur für Geimpfte und Genesene“, sagte die SPD-Politikerin dem „Handelsblatt“. „Wir alle müssen Schritt für Schritt wieder die Möglichkeit bekommen, unsere Grundrechte wieder vollständig auszuüben.“

Wenn sie sich die Lockerungsentscheidungen aus den Bundesländern anschaue, dann sei dies „eine Frage von wenigen Wochen, teilweise auch nur von Tagen, aber ganz bestimmt nicht mehr von einem halben Jahr“, sagte sie. Michael Kappeler/dpa Justizministerin Christine Lambrecht (SPD)

Kritisch sieht die Ministerin aber eine vorschnelle Öffnung der Innengastronomie und Hotelbesuche, selbst wenn ein geimpfter Betreiber nur geimpfte Gäste einlässt. „Wir haben die Kontrolle über die Fallzahlen gerade erst zurückgewonnen und müssen weiterhin sehr vorsichtig sein“, warnte sie. Zudem sei es fraglich, ob es überhaupt betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre, nur für diese Zielgruppe ein Restaurant zu öffnen, fügte sie hinzu. „In jeder Hinsicht sinnvoller erscheint mir bei weiter sinkenden Inzidenzzahlen die Öffnung der Außengastronomie für alle – natürlich mit entsprechenden Hygienekonzepten.“

Mit Blick auf Reise-Hoffnungen vieler Menschen forderte Lambrecht die Bundesländer zu einem abgestimmten Vorgehen bei den Öffnungsschritten auf. Bundeseinheitliche Regelungen für Lockerungen halte sie zwar nicht für nötig. „Es sollte aber eine Abstimmung unter den Ländern geben, etwa um Urlaube planbar zu machen, die nicht im eigenen Bundesland stattfinden“, sagte die Ministerin. Hierfür könne das Format der Ministerpräsidentenkonferenz genutzt werden.

12.10 Uhr: In Dänemark hat am Donnerstag die Exhumierung von mehreren Millionen getöteten Nerzen begonnen. Sie waren im vergangenen Jahr gekeult worden, nachdem in den Nutztieren mutierte Coronavirus-Varianten aufgetreten waren, die sich auch auf Menschen übertrugen.

Die Kadaver waren zunächst an mehreren Standorten vergraben worden, wurden aber durch Fäulnisgase teilweise wieder an die Oberfläche gebracht. Wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau berichtete, sollen sie nun in mehreren Etappen verbrannt werden. Insgesamt handelt es sich um vier Millionen Tiere, die wegen ihres Pelzes gezüchtet wurden. Sie wiegen geschätzt mehr als 13.000 Tonnen.

Die eigentlichen Arbeiten sollen erst Ende des Monats beginnen und sich bis Mitte Juli hinziehen. Am Donnerstag begann lediglich eine Testphase, weil keine der 13 beteiligten Müllverbrennungsanlagen Erfahrungen mit der Mischung aus Nerz-Kadavern, Kalk, Erde und Salz habe, hieß es in dem Ritzau-Bericht.

Auch das Erdreich unter den Nerz-Gräbern müsse abgetragen und ersetzt werden, hieß es weiter. Erst dann sei mit einem Ende der Geruchsbelästigung für Anwohner zu rechnen. Ein Mitarbeiter der dänischen Umweltbehörde riet den Menschen in angrenzenden Ortschaften laut dem dänischen Rundfunksender DR von Gartenpartys bis zum Abschluss der Arbeiten ab. Auch nur die Fenster offen zu lassen oder Wäsche im Freien aufzuhängen, sei nicht empfehlenswert.

Neue Einreise-Regeln ab heute

07.08 Uhr: Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland gelten von diesem Donnerstag an bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg – außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten. Laut einer vom Kabinett beschlossenen Verordnung können auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise vermeiden – wenn sie aus einem "Risikogebiet" mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 kommen. Dafür muss man belegen, dass man frisch negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen des Nachweises in der digitalen Einreiseanmeldung.

Die Regelung soll auch Reisen im Sommer in Europa erleichtern,  etwa, wenn geimpfte Eltern zusammen mit nicht-geimpften Kindern reisen. Wie Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zu sehen. Zentraler Faktor für die Einstufung als "Risikogebiet" sind mehr als 50 gemeldete Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Christian Charisius/dpa Beamte der Bundespolizei kontrollieren im Terminal 1 des Flughafen Hamburg Passagiere eines ankommenden Flugzeugs.

Daneben gibt es "Hochinzidenzgebiete" ab der Schwelle von 200 sowie "Virusvariantengebiete" mit neuen Mutationen. Bei der Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten soll es dabei bleiben, dass man die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzen kann. Rückkehrer aus Virusvariantengebieten müssen weiter für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, die nicht per Test verkürzt werden kann.

Mit den sinkenden Neuinfektionszahlen lockern immer mehr Bundesländer die Corona-Regeln für Regionen, bei denen die Bundesnotbremse von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen nicht mehr greift. Baden-Württemberg will schon von Samstag für Kreise, in denen fünf Tage lang die Inzidenz von 100 unterschritten wird, die Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit entschärfen. So soll die Außen- und Innengastronomie zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart. Geplant ist ferner, dass in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen und Ferienwohnungen vermietet werden können.

RKI: 17.419 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden – bundesweite Inzidenz nur noch knapp über 100er-Marke

06.59 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.419 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 21.953 Neuansteckungen gelegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 103,6 (Vortag: 107,8; Vorwoche: 129,1).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 250 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.565.704 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.240.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85.658. Hauke-Christian Dittrich/dpa Ein Mitarbeiter eines Testcenters führt einen Test auf das Coronavirus durch.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,82 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Österreich stellt klar: Kleiner Grenzverkehr mit Bayern ab heute

Donnerstag, 13. Mai, 05.55 Uhr: Der sogenannte kleine Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich wird ab heute möglich sein. Das stellte Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein am Mittwoch klar.

Zuvor gab es Verwirrung um die Ankündigung, Grenzübertritte für Besuche und zum Einkaufen wieder zuzulassen – Bayern lockerte die Regeln schon am Mittwoch, Österreich setzte vorerst aber keinen Schritt. Laut dem Gesundheitsministerium in Wien wird Österreich jedoch Getesteten, Geimpften und von Covid-19 Genesenen die Einreise erlauben. Die sogenannte 3-G-Regel gilt ab 19. Mai dann auch für Besucher aus ganz Deutschland. An dem Tag endet der Lockdown für Gastronomie, Kultur, Tourismus und Sport in Österreich.

Scholz will Corona-Hilfen abermals verlängern

22.44 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat in einer Pressekonferenz am Mittwoch angekündigt, die Corona-Hilfen abermals verlängern zu wollen. Trotz der sich langsam bessernden Corona-Lage seien auch in diesem Jahr weiterhin Menschen auf finanzielle Unterstützung angewiesen. „Und ich sage ausdrücklich: Sie werden und können diese Unterstützung auch weiter bekommen“, so Scholz.

Es sei wichtig, dass Beschäftigte, Unternehmen und Selbstständige gut aus der Krise herauskommen. „Deswegen will ich, dass wir die Wirtschaftshilfe noch einmal verlängern und nun bald eine klare Aussage bis Ende des Jahres machen“, sagte Scholz. Ebenso sollten die Regeln zur Kurzarbeit erneut verlängern werden.

Corona-Zahlen am Mittwoch: Rund 4500 Fälle weniger als vor einer Woche

21.02 Uhr: Laut einer Auswertung von FOCUS Online sind am Mittwoch 16.036 neue Corona-Fälle in Deutschland gemeldet worden. Das sind rund 4500 weniger als noch vor einer Woche. Auch die Zahl der registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus sank im Vergleich zur Vorwoche,. Vergangenen Mittwoch waren es noch 305, während am 12. Mai insgesamt 273 Todesfälle gemeldet wurden.

Den Überblick über alle relevanten Kennzahlen der Corona-Pandemie erhalten Sie im. Zahlen-Check von FOCUS Online

Baden-Württemberg lockert Corona-Auflagen: Innengastronomie möglich

20.17 Uhr: Baden-Württemberg will schon von Samstag an unter bestimmten Bedingungen die Corona-Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit lockern. Liegen die Corona-Zahlen in den Kreisen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf zum Beispiel die Außen- und Innengastronomie zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen in Stuttgart. Damit beendet die grün-schwarze Regierung die sieben Monate lange Zwangspause für die Gaststätten. Im Südwesten liegen derzeit zwölf Kreise unter 100 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Baden-Württemberg sei bei der Öffnung der Innengastronomie bundesweiter Vorreiter, hieß es. In Schleswig-Holstein sollen ab Montag Corona-Regeln gelockert werden, vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. In Mecklenburg-Vorpommern darf die Gastronomie von Pfingstsonntag (23. Mai) an wieder öffnen – außen und innen. Christoph Schmidt/dpa/Archivbild Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Die Neufassung der Corona-Verordnung in Baden-Württemberg soll an diesem Donnerstagabend verkündet werden. Der Plan der Regierung sieht weiter vor, in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen zu lassen – auch Ferienwohnungen dürfen wieder vermietet werden. Kulturveranstaltungen wie Theater, Opern, Konzerte und Kino sind im Freien in den Regionen unter 100 wieder möglich. Galerien, Museen und Gedenkstätten dürfen dort auch wieder öffnen – genauso wie Bibliotheken und Archive.

Und es gibt auch eine besonders gute Nachricht für Familien mit Kindern in Kreisen mit einer Inzidenz unter 100: Freibäder dürfen wieder Badegäste empfangen. Außerdem kann man wieder Minigolf spielen, Hochseilgärten und Bootsverleihe dürfen wieder öffnen – allerdings jeweils nur für kleine Gruppen. Sportanlagen, auf denen im Freien kontaktarmer Freizeit- und Amateursport betrieben werden kann, dürfen auch wieder genutzt werden. Zoos und botanische Gärten können im Außen- und Innenbereich aufmachen. Auch Musik- und Kunstschulen dürfen wieder kleine Gruppen von Schülerinnen und Schülern empfangen.

Für den Einzelhandel gibt es auch eine Änderung: Bei "Click&Meet" können statt einem Kunden pro 40 Quadratmeter zwei Kunden ohne vorherige Terminbuchung hereingelassen werden – sie müssen aber getestet sein.

Alle Inzidenzen im Überblick sehen Sie hier:   
 
 

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