Gesundheit

Bundesländer: Keine namensgleichen Apotheken und Großhändler mehr!

Nicht nur Großhandelsunternehmen besitzen eineGroßhandelserlaubnis – auch viele Apotheken verfügen über eine solche, oftmals läuft diese unter dem gleichen Namen wie die Apothekeselbst. Aus Sicht des Bundesrates soll damit nun Schluss sein: Die Bundesländerwollen die Bundesregierung auffordern, schon bald dafür zu sorgen, dass namensgleicheGroßhandlungen von Apothekern verboten werden. Sie wollen dieLieferkette transparenter gestalten und vermeiden, dass Arzneimittel überintransparente Lieferwege ins Ausland exportiert werden.

Mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in derArzneimittelversorgung (GSAV) will das Bundesgesundheitsministerium unteranderem auf den Lunapharm-Skandal reagieren. In der Folge der Affäre war einhochkomplexes europäisches Unternehmensnetzwerk aufgedeckt worden, in dem zahlreicheFirmen aus mehreren Ländern mit Arzneimitteln handeln. Im Oktober war einDokument der Europäischen Arzneimittelagentur EMA bekannt geworden, in dem dieLieferwege aufgezeichnet waren, viele davon sollen laut EMA illegal gewesensein.

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Die Bundesländer sehen eine Ursache für solche intransparenten,komplexen und vermeintlich auch illegalen Lieferwege auch im Apothekenmarkt:Konkret wird im Bundesrat derzeit eine Empfehlung an die Bundesregierungerarbeitet, nach der es Apothekern künftig verboten werden soll, einennamensgleichen Großhandel zu betreiben. Wie viele namensgleiche Großhandlungenund Apotheken es gibt, ist unklar. Die Liste der deutschlandweit gültigenGroßhandelsbefähigungen umfasst mehr als 260 Seiten, in der Aufzählung sindallerdings nicht nur Apotheken enthalten. Sucht man dort nach dem Begriff „Apotheke“,erhält man mehr als 550 Treffer.

Der Gesundheitsausschuss der Länderkammer hat in dervergangenen Woche nun eine Beschlussempfehlung erarbeitet, die am 15. März dem Plenumdes Bundesrates vorgelegt werden soll. Beschließt der Bundesrat das Papier, gehtdie Bitte an die Bundesregierung. Darin heißt es:

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