Gesundheit

Die meisten erkennen das neue Omikron-Hauptsymptom nicht

Mit den neuen Corona-Varianten verändern sich auch die Krankheitsanzeichen, die eine Infektion mit sich bringt. So identifizierten jetzt Forscher aus Großbritannien eine neues Haupt-Symptom – und warnen: Die meisten Menschen erkennen es gar nicht als Corona-Warnzeichen.

Seit Omikron frühere Corona-Varianten abgelöst hat, erkranken die meisten Menschen deutlich milder in Folge einer Infektion. Auch die Symptome verändern sich. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Großbritannien beobachten das kontinuierlich im Rahmen der „Zoe Covid Symptom Study“, die größte Studie dieser Art weltweit.

Dafür dokumentieren Corona-Infizierte laufend ihre Krankheitsanzeichen in einer App. Insgesamt nahmen bereits mehr als vier Millionen Menschen daran teil. Die Dokumentationen werden dann von britischen Forschenden, unter anderem vom renommierten Kings College London, begutachtet.

Zwei Drittel der Omikron-Infizierten haben Halsschmerzen

Einer dieser Forscher und Mit-Gründer der Studie ist Tim Spector. Er erklärte jetzt im Gespräch mit „The Independent“, dass es ein neues Hauptsymptom bei Corona gibt: „Im Moment beginnt Covid bei zwei Dritteln der Menschen mit Halsschmerzen“, so der Wissenschaftler. Andere Symptome, etwa Fieber und Geruchsverlust seien hingegen „wirklich selten“.

Viele Menschen, insbesondere ältere würden anhand der Halsschmerzen gar nicht mehr daran denken, dass sie vielleicht Covid haben könnten. „Sie würden sagen, es ist eine Erkältung“, so Spector. Die Gefahr dabei: Die Menschen ließen sich nicht testen. Somit könnten also viele Menschen unwissentlich das Virus weitergeben. Auch in den Infektionszahlen zeige sich gerade, dass sich insbesondere Ältere ansteckten.

  • Symptome nach Wiesn-Besuch? Corona-Tests jetzt zum Vorteilspreis bestellen (Anzeige)

Großbritannien steht am Beginn der nächsten Corona-Welle

„Es sieht so aus, als ob wir am Anfang der nächsten Welle stehen“, erklärt Spector weiter. Erste Daten zeigten, dass neue Untervarianten von Omikron zumindest in Teilen dem Immunsystem entkommen könnten. Das könnte Großbritannien „echte Probleme“ bereiten, so der Wissenschaftler. Denn der Winter rücke näher, das Gesundheitssystem sei ohnehin „auf den Knien“.

Sorge vor zwei neuen Omikron-Varianten

Insbesondere zwei Varianten bereiten den UK-Forschern gerade Sorgen:

  • BA.2.75.2, eine Untervariante von BA.2 und
  • BQ.1.1, eine Untervariante von BA.5.

Beide Omikron-Erreger scheinen nach ersten Daten eine ausgeprägte Immunflucht zu haben. Sie entkommen also relativ gut den Antikörpern, die wir durch frühere Infektionen und Impfungen aufgebaut haben. „Das Interessante an diesen Varianten ist, dass sie, obwohl sie sich in ihrer Entstehung leicht unterscheiden, die gleichen Änderungen entwickelt haben, um das körpereigene Immunsystem zu umgehen“, erklärt auch Virologe Lawrence Young im Gespräch mit „The Independent“.

  • Mehr zum Thema: Das ist die Mutation, die „noch vor Ende November eine Welle auslöst“

„Was wir feststellen, ist, dass sich das Virus um die Immunität herum entwickelt, die durch Impfstoffe und unzählige Infektionen aufgebaut wurde, die Menschen hatten“, so Young weiter. Die „größte Sorge“ bereite den Experten aktuell, dass diese beiden Varianten nach ersten Daten einen leichten Anstieg der Infektionen verursachen. „In gewisser Weise war das zu erwarten“, so der Virologe. „Aber es zeigt, dass wir mit diesem Virus leider noch lange nicht über dem Berg sind.“

 

Sehen Sie im Video: 4 Stromfresser, die Sie über Nacht vom Netz nehmen sollten

Bit Projects Sehen Sie im Video: 4 Stromfresser, die Sie über Nacht vom Netz nehmen sollten

Quelle: Den ganzen Artikel lesen