Gesundheit

Einstige Modellregion führt jetzt Hotspot-Liste an – Bundesweite Inzidenz fällt unter 35

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: In Deutschland zeichnet sich eine Entspannung der Corona-Lage ab – Viele Bundesländer lockern heute. Die bundesweite Inzidenz fällt unter 30. Die einstige Modellregion Emden ist jetzt der deutsche Corona-Hotspot. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 4. Juni

Corona-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick
  • Die aktuellen Corona-Zahlen in Deutschland finden Sie hier

Mehrere Bundesländer lockern Corona-Regeln ab heute

06.25 Uhr: In mehreren Bundesländern fallen an diesem Freitag weitere Corona-Beschränkungen. In Mecklenburg-Vorpommern können von Freitag an wieder auswärtige Touristen Urlaub machen. Voraussetzung ist zu Beginn die Vorlage eines aktuellen Corona-Negativtests. Urlauber, die in einer Ferienwohnung unterkommen sowie keine Restaurants oder Museen besuchen, brauchen keinen weiteren Test. Alle anderen müssen sich spätestens alle 72 Stunden neu testen lassen. Dabei sind auch begleitete Selbsttests erlaubt, die manche Hotels anbieten.

Seit dem 28. Mai dürfen Touristen aus dem eigenen Bundesland bereits wieder in Mecklenburg-Vorpommern übernachten. Der Neustart für auswärtige Gäste war ursprünglich für den 14. Juni geplant, wurde aber aufgrund der stark gesunkenen Corona-Infektionszahlen vorgezogen. Das nordöstliche Bundesland wies am Donnerstag nach RKI-Angaben mit 14,1 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf.

In Berlin werden zahlreiche Beschränkungen am Freitag deutlich gelockert. Drinnen dürfen sich nun sechs Menschen aus drei Haushalten treffen, draußen sind es zehn Menschen aus fünf Haushalten. Nicht gezählt werden dabei Kinder unter 14 Jahren. Einkaufen und die Nutzung der Außengastronomie sind nun ohne Corona-Test möglich. Auch die Innengastronomie öffnet, dort sind jedoch Tests vorgeschrieben.

Auch die Hamburger Restaurants und Kneipen dürfen von Freitag an wieder in Innenräumen Gäste bewirten. Besucher brauchen aber einen negativen Corona-Test und dürfen nur zu fünft an einem Tisch sitzen. Das Personal muss sich zweimal pro Woche testen lassen. Ab 23.00 Uhr müssen Gäste das Lokal verlassen oder sich in den Außenbereich begeben. Befindet sich die Gastwirtschaft im Schanzenviertel oder bestimmten Bereichen von St. Pauli, darf am Wochenende auch draußen kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. dpa

In Bayern berät das dortige Kabinett am Freitag über weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen. Unter anderem soll es um Fragen gehen, wie mehr Normalität in Bereichen wie Kultur, Sport oder Gastronomie hergestellt werden kann. Es seien größere Öffnungsschritte denkbar, hieß es aus Regierungskreisen in München. Es gibt unter anderem Forderungen, nach der Außengastronomie auch die Innenräume von Restaurants zu öffnen. Auch Kontaktbeschränkungen könnten neu geregelt werden. Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen am 6. Juni aus.

CDU-Politiker fordert Aufhebung aller Beschränkungen ab Inzidenzwert von 20

06.00 Uhr: Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen, Mario Voigt, hat das Fortbestehen der Corona-Maßnahmen in Deutschland kritisiert. "Spätestens ab einem Inzidenzwert von 20 müssen wir alle Corona-Beschränkungen streichen", sagte Voigt der "Bild" (Freitagsausgabe). 

"Wir dürfen den Menschen in Deutschland nicht mit unnütz gewordenen Maßnahmen den Sommer vermiesen", betonte der CDU-Politiker. Es sei an der Zeit, "endlich den Menschen was zuzutrauen", forderte er. Michael Reichel/dpa/Archivbild CDU-Fraktionschef Mario Voigt.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank am Donnerstag auf 34,1. Sie ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen.

Die ursprünglich für Ende April geplante Neuwahl des Landtags in Thüringen wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben und findet nun zeitgleich mit der Bundestagswahl am 26. September statt.

RKI meldet 3165 Neuinfektionen – bundesweite Inzidenz sinkt unter 30

Freitag, 4. Mai, 05.52 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3165 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7380 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 29,7 an (Vortag: 34,1; Vorwoche: 39,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 86 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 192 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.695.633 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.527.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 026 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Junger Mann stirbt in Dresden nach Indien-Reise an Covid-19

19.32 Uhr: In Dresden ist ein junger Mann kurz nach seiner Rückkehr aus Indien an Covid-19 erkrankt. Ohne erkennbare Vorerkrankungen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand plötzlich massiv, schließlich verstarb er an Corona, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

„Dieser sehr schnelle Verlauf begründet den Verdacht, dass die Infektion auf eine Virusvariante zurückzuführen ist“, wird ein Sprecher des Gesundheitsamtes zitiert.

Für das 14-geschossige Wohnhaus an der Hildebrandstraße 7, in dem der junge Mann lebte, herrscht jetzt Ausnahmezustand: Alle Bewohner des Objektes, das vor allem von Studenten genutzt wird, müssen ab sofort und bis zum 8. Juni in Quarantäne. Am morgigen Freitag müssen sich alle verpflichtend testen lassen. So sollen etwaige Infektionsketten aufgedeckt und weiter nachverfolgt werden.

 Johnson & Johnson wird zum "Ladenhüter", Lauterbach ist "überrascht"

19.24 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht auch bei möglichen neuen Corona-Ausbrüchen in Zukunft keinen Bedarf für einen weiteren Lockdown in Deutschland. "Dem wirklich guten Sommer steht im Prinzip nichts mehr entgegen", sagte er dem Nachrichtensender "Welt" am Donnerstag.

Er rechne zwar mit einer vierten Corona-Welle, wenn die Innenräume geöffnet werden und Leute aufeinander treffen, "die noch nicht geimpft sind und noch nicht genesen sind und möglicherweise noch nicht getestet sind". Es würden aber keine Ausbrüche sein, "die die Dimension haben, dass wir nochmals einen Lockdown benötigen".  

Daneben äußerte Lauterbach Verständnis dafür, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen wollen, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) keine Empfehlung für den ab 12 Jahren zugelassenen Biontech-Impfstoff ausgesprochen hat. Vom 7. Juni an können Jugendliche sich um eine Impfung bemühen.

Der Gesundheitspolitiker bedauerte im Interview zudem, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson sich zum "Ladenhüter" entwickelt habe. "Es überrascht mich auch, offen gesagt, weil Johnson & Johnson ein sehr gutes Vakzin ist", so der SPD-Politiker. Genauso wie beim Vektor-Impfstoff von Astrazeneca seien in seltenen Fällen Sinusvenenthrombosen aufgetreten. Für eine vollständige Immunisierung benötigt das Johnson & Johnson-Vakzin jedoch nur eine Dosis, deshalb sei es Lauterbach zufolge in Amerika begehrt. Kay Nietfeld/dpa/Archivbild SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach glaubt trotz Corona-Pandemie an einen relativ entspannten Sommer.

Kalayci wirft CDU-Politiker Heilmann Missbrauch von testangeboten vor – der kontert bissig

19.19 Uhr: Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Heilmann Missbrauch von Testangeboten vorgeworfen. "Was mir missfallen hat, ist der parteipolitische Missbrauch dieser Testmöglichkeiten", sagte Kalayci am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. Die "Teststelle Heilmann" habe demnach keine Zertifizierung mehr. "Bürgertesten heißt, dass die Stelle politisch, religiös neutral sein muss. Wenn auf dem Bus "Heilmann" steht, dann ist diese Teststelle nicht neutral", so die Gesundheitssenatorin. "Und deswegen hat diese Apotheke diese Zertifizierung nicht mehr." Soeren Stache/dpa/Archivbild Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in einem Corona-Impfzentrum.

Heilmann hatte zum Bundestagswahlkampf im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf in Zusammenarbeit mit einer Apotheke die "Teststelle Heilmann" eingerichtet. Dort waren in einem Doppeldecker-Bus Corona-Tests möglich. Eigentlich hatte der CDU-Politiker vor, wie 2017 im Wahlkampf mit dem zum Café umgebauten Elektrobus durch seinen Wahlbezirk in Zehlendorf fahren. Das ging wegen der Corona-Pandemie nicht.

Dafür, dass der Bus nun auch nicht mehr als Teststelle genutzt werden darf, hat der CDU-Politiker und ehemalige Justizsenator kein Verständnis: "Ich bin mehr als verwundert, weil es doch sehr erstaunlich ist, dass ein Bürger unter den 1600 Teststellen, die es inzwischen gibt, nicht selbst entscheiden kann, ob er in eine möchte, an der mein Konterfei hängt", sagte Heilmann der Deutschen Presse-Agentur. "Er muss es ja nicht machen, aber jetzt kann er gar nicht mehr hingehen."

Er sehe auch nicht, welche Rechtsgrundlage es für die Entscheidung gebe. "In der Impfverordnung steht nichts von Neutralität", sagte Heilmann. "Woher die diesen Rechtsmaßstab nehmen, das scheint mir eine sehr kreative Erfindung zu sein."

Insgesamt räumte Kalayci ein, dass in Berlin bei den Corona-Schnelltests manches falsch läuft. Es gebe in allen Branchen schwarze Schafe. "Leider ist das auch bei den Teststellen so. Es ist unsere Aufgabe, diese Teststellen zu identifizieren und ihnen das Handwerk zu legen."

Ex-Chef des MI6 warnt:  China könnte Daten, die Schuld an Pandemie beweisen, schon zerstört haben

18.00 Uhr: Sir Richard Dearlove, ehemaliger Chef des britischen Geheimdienstes MI6, hat davor gewarnt, dass es extrem schwer sein könnte, China eine mögliche Schuld am Ausbruch der Corona-Pandemie nachzuweisen.

"Wir wissen nicht, was passiert ist, aber sehr viele Daten wurden zerstört oder sind verschwunden, deshalb wird es schwierig sein, die Forschung als Ursprung der Pandemie nachzuweisen", sagte er in einem Podcast der britischen Zeitung "The Telegraph". Bereits im September 2020 seien große Datenmengen über die neueste Corona-Forschung in Wuhan gelöscht worden.

Getty Images/iStockphoto Eine Corona-Variante.  

Während er die westlichen Länder als naiv bezeichnete, forderte er von ihnen endlich "wissenschaftliche Analyse", um mögliche Beweise für die künstliche Erschaffung des Coronavirus in China finden zu können. Das sei nun keine Sache der Weltgesundheitsorganisation mehr, so Dearlove, der scharfe Kritik übt. "Der Who-Bericht war eine Farce."

"Nicht vorbereitet": WHO warnt vor dritter Pandemie-Welle in Afrika

17.39 Uhr: Während die Industrieländer den Höhepunkt der Corona-Krise anscheinend hinter sich haben, kämpft Afrika mit rasant steigenden Infektionszahlen und Impfstoffmangel. Angesichts der Lage warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag, dass Afrika nicht auf eine dritte Pandemie-Welle vorbereitet sei. Besonders betroffen seien Uganda sowie die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, Kinshasa.

"Viele afrikanische Krankenhäuser und Kliniken sind noch lange nicht darauf vorbereitet, einen enormen Anstieg an schwer erkrankten Patienten zu bewältigen", sagte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika,  Matshidiso Moeti. "Die Gefahr einer dritten Welle in Afrika ist real und nimmt zu", fügte sie hinzu. 

Afrika hat nach Angaben der WHO offiziell über 4,8 Millionen Corona-Infektionsfälle und 130.000 Todesfälle registriert. Das entspricht 2,9 Prozent der weltweiten Fälle und 3,7 Prozent der Todeszahlen. 

Bei einer Umfrage der WHO im Mai kam heraus, dass die meisten der 23 untersuchten Länder in Afrika weniger als ein Intensivbett pro 100.000 Einwohner haben. Nur ein Drittel verfügte über Beatmungsgeräte. Im Vergleich dazu haben Länder wie Deutschland und die USA mehr als 25 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner.  Jerome Delay/AP/dpa

In den vergangenen Wochen erlebte der Kontinent einen Anstieg der Infektionen. Besonders besorgt zeigte sich die WHO wegen "exponentiell" steigender Corona-Zahlen in Kinshasa Ende Mai. "Die dritte Welle von Covid-19 ist bereits da", sagte ein Vertreter des kongolesischen Gesundheitsministeriums. Es handele sich um die Delta-Variante, die erstmals in Indien nachgewiesen wurde und die Beta-Variante aus Südafrika. "Diese Welle könnte tödlicher sein als die vorherigen", warnte er und führte den Anstieg auf die Missachtung von Abstands- und Hygieneregeln zurück.

In Uganda stieg die Zahl der Fälle innerhalb einer Woche um 131 Prozent, mit Ausbrüchen in Schulen und einem Anstieg der Fälle unter Mitarbeitern des Gesundheitswesens. Auch in Angola und Namibia stiegen die Zahlen an. 

Südafrika, offiziell das am stärksten betroffene Land des Kontinents, verschärfte zuletzt die Corona-Beschränkungen wieder. Das Land meldete mehr als 56.000 Menschen, die an den Folgen einer Corona-Infektion starben. 

Gleichzeitig ist der Kontinent mit einem Mangel an Impfstoffen konfrontiert und die Lieferungen sind in Afrika fast zum Stillstand gekommen, erklärte die WHO. Die Organisation hofft in den kommenden Monaten auf neue Lieferungen durch das internationale Covax-Programm. Nur zwei Prozent der Afrikaner haben bis heute mindestens eine Impfung erhalten, während 24 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sind. Sechs Länder haben noch gar nicht mit der Impfung begonnen, vier davon liegen in Afrika: Tansania, Burundi, Tschad und Eritrea. Christoph Soeder/dpa

In neuem Bericht wird Schwedens Corona-Politik zerlegt

16.09 Uhr: Die schwedische Regierung hat für ihren Umgang mit der Corona-Pandemie heftige Kritik einstecken müssen. Das Kontrollkomitee des Reichstages legte am Donnerstag einen Bericht vor, in dem der Regierung zahlreiche Mängel vorgeworfen werden. Kritisiert wird unter anderem, dass sie keine Strategie zur Bekämpfung der Pandemie verabschiedet habe. Außerdem sei das Pandemiegesetz, das der Regierung mehr Vollmachten gibt, zu spät ausgearbeitet worden. "Der Ausschuss ist der Ansicht, dass der Umgang der Regierung mit der Pandemie mangelhaft war", sagte die Vorsitzende Karin Enström.

In Schweden haben sich in Bezug auf die Bevölkerungszahl sehr viel mehr Menschen mit dem Covid-19-Virus infiziert als in anderen europäischen Ländern. Die Regierung hatte lange auf Verbote verzichtet und den Menschen lediglich Empfehlungen gegeben.

Konkret beschreibt das Kontrollkomitee die unzureichenden Maßnahmen zum Schutz der Menschen in den Altersheimen. In Schweden starben vor allem zu Beginn der Pandemie sehr viele ältere Menschen. Bis Donnerstag waren insgesamt 14.512 Todesfälle registriert worden, die mit einer Covid-19-Infektion in Verbindung gebracht werden.

Das Komitee kam außerdem zu dem Schluss, dass eine unklare Aufgabenverteilung dazu führte, dass das Testen und die Infektionsverfolgung nicht schnell genug in Gang kamen. Außerdem sei die Beschaffung von Schutzausrüstung nicht gut genug gewesen.

Geschäft mit Corona-Schnelltests: Ärzte-Lobbyisten verdienen Millionen mit

14.53 Uhr: Sie kontrollieren nicht, kriegen aber  jeden Monat Millionen: An den umstrittenen Abrechnungen von Corona-Schnelltestbetreibern mit dem Bund verdienen auch die Kassenärztlichen Vereinigungen kräftig mit. Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins „Business Insider“ erhielten die 17 KVen bis zum 17. Mai mehr als 20 Millionen Euro „Verwaltungskostenersatz“ ausgezahlt.

Dabei scheint der Aufwand der KVen überschaubar zu sein, denn Kontrollen der Abrechnungen nehmen sie nach eigener Aussage nicht vor. Auch ist die Abrechnung selbst ist nicht sonderlich komplex, zeigen Recherchen von „Business Insider“. Trotzdem erhalten die Zentren aktuell 2 Prozent, in der Anfangsphase waren es sogar 3,5 Prozent der Rechnungssumme für ihren Aufwand.

Ein Beispiel: In Baden-Württemberg rechnete die KV bis Mitte Mai insgesamt 106,3 Millionen Euro für Teststellen-Betreiber ab. Dafür kassierte die KV als "Verwaltungskostenersatz" knapp 3 Millionen Euro. In Bayern erhielt die KV bis Mitte Mai knapp 2,5 Millionen Euro, in Hessen etwa 1,9 Millionen Euro, in Berlin um die 1,1 Millionen Euro.

14.32 Uhr: Die Europäische Union hat sich rund 55.000 Dosen des Antikörper-Medikaments der US-Firma Regeneron gesichert. Das sagte ein Sprecher der EU-Kommission zur Nachrichtenagentur Reuters.

Das Regeneron-Mittel ist das zweite Medikament gegen eine Corona-Infektion, das Brüssel bezieht. Zuvor hatte sich die EU bereits ein Kontingent des antiviral wirkenden Mittels Remdesivir gekauft. Das Regeneron Medikament wird vom Schweizer Roche-Konzern produziert und darf dank einer vorläufigen Genehmigung bereits eingesetzt werden. Die reguläre Zulassung wird nicht vor August erwartet.

Bremer FDP-Fraktionschefin fordert Abschaffung der Maskenpflicht im Freien

13.44 Uhr: Die Bremer FDP-Fraktion fordert für die Hansestadt eine Aufhebung der Maskenpflicht im Freien. Angesichts der aktuellen Lage bei den Corona-Neuinfektionen und der Erkenntnis der Wissenschaft sei sie nicht mehr verhältnismäßig, sagte Fraktionschefin Lencke Wischhusen am Donnerstag. Zudem sei der Nutzen der Maskenpflicht an der frischen Luft von Beginn an umstritten gewesen, worauf die FDP immer wieder hingewiesen habe. „Damit der Kampf gegen Corona weiterhin von der Bevölkerung mitgetragen wird, muss die Politik auf rein symbolische Maßnahmen verzichten“, sagte die Politikerin. Den Senat forderte sie auf, die Maskenpflicht in Bremen bereits zum kommenden Wochenende abzuschaffen. In der Hansestadt lag der 7-Tage-Inzidenzwert am Mittwoch bei 28,7.

Magdeburger Corona-Antikörper-Studie: Jede zweite Infektion unbekannt 

13.11 Uhr: Ersten Ergebnissen einer Antikörperstudie der Unimedizin Magdeburg zufolge könnte auf jede gemeldete Corona-Infektion eine nicht gemeldete kommen. Von 1895 ungeimpften Studienteilnehmern hätten 110 Antikörper entwickelt, 57 davon hätten von ihrer Sars-CoV-2-Infektion gewusst, sagte Achim Kaasch, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, am Donnerstag. "Die andere Hälfte war zum Teil sehr überrascht, zum Teil haben sie es vermutet. Diese Fälle sind nicht in die offizielle Statistik eingegangen." Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen bilde also nur etwa die Hälfte des Infektionsgeschehens ab. Bei Ungeimpften sind Antikörper im Blut ein Zeichen für eine durchgemachte Corona-Infektion.

Laut Kaasch handelt es sich um bislang unveröffentlichte Daten, die einen Vorab-Einblick bieten sollen. Für die Studie werden laut der Unimedizin Blutspenderinnen und Blutspender aus Magdeburg und der Umgebung untersucht. Start sei im Januar 2021 gewesen. Die erste Phase, auf die sich die Zwischenergebnisse beziehen, lief bis Ende April. Rund 2100 Menschen nahmen teil. Weitere Studienphasen sollen bis Oktober 2022 folgen. Die Unimedizin hofft auf insgesamt 4000 bis 5000 Teilnehmer.

Thüringen ist kein Hotspot mehr

12.35 Uhr: Thüringen ist im Bundesländervergleich kein Corona-Hotspot mehr. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag am Donnerstag bei 38,6 und näherte sich damit weiter dem deutschen Durchschnitt von 34,1 an. Das geht aus Angaben der Thüringer Staatskanzlei hervor, die sich auf Daten des Robert Koch-Instituts stützten. Nachdem Thüringen lange Zeit das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland war, verzeichneten jetzt vier Bundesländer eine höhere Sieben-Tage-Inzidenz. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa Wasser plätschert aus einem Brunnen der historischen Wasserkunst von 1895 vor Schloß Friedenstein in Gotha (Thüringen)

Auch regional setzte sich die Entspannung der Lage fort. 18 von 23 Kreisen und kreisfreien Städten lagen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke von 50. Nach der neuen Corona-Verordnung des Landes sind damit weitgehende Lockerungen der Beschränkungen in Handel und Gastronomie sowie bei Freizeitaktivitäten möglich.

09.35 Uhr: Emden in Ostfriesland hat nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag den höchsten Corona-Inzidenzwert in ganz Deutschland verzeichnet. Zwar lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der bestätigten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, mit 128,2 in der Seehafenstadt etwas niedriger als noch am Mittwoch (138,2) – im Landkreis Hildburghausen in Thüringen mit dem bisherigen Höchstwert fiel der Rückgang aber noch stärker aus (126,6).

Nach Angaben der Emder Stadtverwaltung sind viele Fälle vor allem drei Infektionsherden zuzuordnen. Darunter sind etwa Ansteckungen in einer Pflegeeinrichtung und in einem Betrieb. Die kleine kreisfreie Stadt mit 50.000 Einwohnern verwies zuletzt auch auf die rechnerischen Schwankungen der hochgerechneten Inzidenz. Noch im April war Emden eine sogenannte „Modellregion“, in der die Landesregierung von Niedersachsen vorab Öffnugsstrategien erprobte.

Landesweit ist der Corona-Inzidenzwert in Niedersachsen nach einem leichten Anstieg wieder etwas zurückgegangen. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 24,4. Am Mittwoch war sie noch bei 26,2. Insgesamt wurden 320 neue Infektionsfälle registriert, die Zahl der Todesfälle stieg um 14 auf 5645. Bis auf Emden und den Landkreis Diepholz (51,1) lagen alle Kommunen in Niedersachsen unter der Schwelle von 50. In den Landkreisen Cuxhaven (9,6), Goslar (8,8), Osterholz (8,8), Harburg (7,9), Uelzen (7,6) und Friesland (6,1) lag die Inzidenz sogar unter 10.

RKI meldet 4640 Neuinfektionen – bundesweite Inzidenz fällt unter 35

06.55 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4640 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.37 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6313 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 34,1 an (Vortag: 36,8; Vorwoche: 41).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 166 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 269 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.692.468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.518.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88 940 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochnachmittag bei 0,83 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Lauterbach warnt vor vierter Corona-Welle im Herbst

Donnerstag, 3. Juni, 06.53 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vor einer vierten Welle der Corona-Pandemie im  Herbst gewarnt und dazu aufgerufen, eine weitere Impfkampagne vorzubereiten. „Es kann sein, dass wir im Herbst noch Schwierigkeiten bekommen“, sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es könne sein, dass sich im Herbst eine Virus-Mutation verbreite, „die wir bisher noch nicht kennen“, betonte der SPD-Politiker. Kay Nietfeld/dpa SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach

„Wir müssen uns auf Booster-Impfungen im Herbst vorbereiten“, forderte Lauterbach und betonte, dass neben Auffrischungsimpfungen auch die Impfung der breiten Bevölkerung mit einem modifizierten Stoff notwendig sein könne, der dann gegen eine mögliche neue Mutation wirke. „Es ist unerlässlich, dass wir uns darauf vorbereiten“, erklärte Lauterbach.

Niedersachsen tritt auf Partybremse – Tanzen in Disco nur mit Maske

23.00 Uhr: Ein Flirt auf der Tanzfläche bleibt in Niedersachsen trotz der Wiedereröffnung von Diskotheken nach dem Corona-Lockdown ein bisschen schwierig. Anders als in der Corona-Verordnung seit Montag zunächst geregelt, gilt auf der Tanzfläche nun doch eine Maskenpflicht, teilte die Landesregierung am Mittwoch mit.

Die Corona-Verordnung wird in diesem Punkt und in einigen anderen Details noch einmal angepasst. Geplant ist, dass die aktualisierte Verordnung dann am Freitag, rechtzeitig vor dem Wochenende, in Kraft tritt.

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35, dürfen Bars, Diskotheken und Clubs in Niedersachsen wieder öffnen. Die Kapazität ist auf 50 Prozent begrenzt, es gilt eine Testpflicht für die Besucher, und nur im Sitzen darf die Maske abgenommen werden.

Eine erhebliche Erleichterung greift unterdessen mit der aktualisierten Verordnung im Tourismus: Bei einer Inzidenz unter 35 entfällt für Hotels, Ferienwohnungen und andere Quartiere die eintägige Wiederbelegungssperre.

Die Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Julia Willie Hamburg, kritisierte die Verordnung im Interview der "Nordwest-Zeitung" (Donnerstag) als mangelhaft. Sie sei "mit ganz heißer Nadel gestrickt". Wenn nicht einmal 24 Stunden nach Inkrafttreten das Regelwerk geändert werden müsse, spreche dies Bände.

RKI-Virusvariantenbericht: Indische Corona-Mutante in Deutschland weiter kaum verbreitet

18.50 Uhr: Die vor einigen Wochen als besorgniserregend eingestufte Corona-Variante Delta, besser bekannt als indische Corona-Mutante oder B.1.617.2, spielt in Deutschland nach Daten des Robert Koch-Instituts weiter eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil an untersuchten Proben aus der Woche vom 17. bis 23. Mai betrug 2,1 Prozent. Das geht aus einem RKI-Bericht vom Mittwochabend hervor. In den Wochen zuvor hatte der Anteil leicht, aber beständig zugenommen, auf bis zu 2,4 Prozent. 4X-image/ Getty images Die sogenannte indische Corona-Mutation betrifft längst nicht mehr nur Indien allein

Die Mutante hat damit den RKI-Daten zufolge in Deutschland den zweitgrößten Anteil, allerdings mit enormem Rückstand: Alpha (B.1.1.7) kommt auf rund 93 Prozent. Diese in Großbritannien entdeckte Variante breitete sich seit Ende 2020 international stark aus. Die weiteren als besorgniserregend eingestuften Varianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1.) wurden in noch geringerer Zahl gefunden.

Die besorgniserregenden Corona-Varianten sind neuerdings nach Buchstaben des griechischen Alphabets benannt. Die neutralen Namen sollen verhindern, dass sie nach den Ländern der Entdeckung benannt werden. "Das ist stigmatisierend und diskriminierend", hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montagabend mitgeteilt.

Als besorgniserregend gelten Varianten mit Erbgutveränderungen, die mit bestimmten Eigenschaften wie höherer Übertragbarkeit und einer veränderten Immunantwort im Zusammenhang stehen. Bei der hierzulande vorherrschenden Variante Alpha steckt ein Infizierter im Schnitt mehr Menschen an als bei früheren Virusformen.

Trotz sinkender Corona-Zahlen: Pandemie-Notlage soll offiziell verlängert werden

17.43 Uhr: Die Koalition will die Pandemie-Notlage nationaler Tragweite verlängern, die als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten dient. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt und sie im November bestätigt. Nun solle die festgestellte epidemische Notlage nationaler Tragweite, die sonst Ende Juni auslaufen würde, erneut verlängert werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Koalitionskreisen. Wann diese Verlängerung genau greifen soll, sei noch offen.

Das Nachrichtenportal "ThePioneer" zitierte aus einem Bundestagsantrag der großen Koalition, wonach eine Verlängerung für weitere drei Monate erforderlich sei. Laut Gesetz soll die Notlage automatisch als aufgehoben gelten, wenn der Bundestag nicht spätestens drei Monate nach Feststellung einer solchen Lage entscheidet, dass sie fortbesteht. Aktuell würden sich Deutschland und die Welt in einer sensiblen Phase befinden, so zitierte das Portal aus dem Antrag. Die Infektionszahlen seien auf einem nennenswerten, zum Teil sogar hohen Niveau, gleichzeitig werde zunehmend geimpft.

Von wegen 50: Gesundheitsämter sagen, dass Nachverfolgung teils bis Inzidenz 500 möglich ist

16.55 Uhr: In Deutschland können Gesundheitsämter aus Landkreisen mit einer hohen 7-Tage-Inzidenz auch bei weit über 35 eine lückenlose Kontaktnachverfolgung gewährleisten. Das ergab eine Abfrage der RTL/ntv Redaktion. Die Ämter aus Hildburghausen (Inzidenz 145) und Emden (Inzidenz 138) teilten auf Anfrage mit, dass die Kontaktnachverfolgung "reibungslos" bzw. "tagesaktuell" funktioniere.

hamburg1 Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt (Symbolbild).  

Aus Hildburghausen hieß es: "Selbst bei einer Inzidenz von 500, von der wir uns inzwischen glücklicherweise weit entfernt haben, konnten wir diesen Ablauf sicherstellen." Dies sei vor allem durch die Hilfe der Bundeswehr möglich. Auch aus den Gesundheitsämtern Baden-Baden, Sonneberg, Tuttlingen, Memmingen, Unterallgäu und Pforzheim hieß es, dass eine lückenlose Kontaktnachverfolg möglich sei.

Auf RTL/ntv Anfrage teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums mit, dass aktuell mit rund 8.100 Soldatinnen und Soldaten in 324 von 412 Kreisfreien Städten, Landkreisen und Bezirken Berlins Amtshilfe geleistet werde. Davon unterstützten derzeit 4.072 Soldatinnen und Soldaten die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und unter anderem im Rahmen der Abstrichentnahme oder an Teststationen. Der Sprecher sagte zudem: "Wir erwarten, dass die Anzahl von Hilfeleistungsersuchen auch noch über die nächsten Wochen anhalten wird."

Trotz Absagen tausender Freiwilliger will Japan Olympische Spiele durchziehen

15.02 Uhr: In Japan sind Tausende von freiwilligen Helfern für die Olympischen Spiele abgesprungen. Das Organisationskomitee für die Spiele räumte am Mittwoch ein, dass rund 10.000 der 80.000 für die Wettkampfstätten vorgesehenen Freiwilligen inzwischen abgesagt hätten. "Es besteht kein Zweifel, dass einer der Gründe die Besorgnis über Coronavirus-Infektionen ist", sagte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto, in Tokio gegenüber Reportern.

Der wichtigste Berater der Regierung in Sachen Coronavirus, Shigeru Omi, wurde am selben Tag mit den Worten zitiert: "Es ist in der gegenwärtigen Situation nicht normal, die Spiele auszurichten." Sollten die Spiele während einer Pandemie abgehalten werden, "liegt es in der Verantwortung der Organisatoren, sie so weit wie möglich zu reduzieren und das Managementsystem zu stärken", sagte der Mediziner einen Tag vor dem 50-Tage-Countdown vor einem Parlamentsausschuss.

Die japanische Hauptstadt befindet sich vorläufig noch bis zum 20. Juni im bereits wiederholt verlängerten Notstand. Meinungsumfragen haben gezeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Ausrichtung der Spiele ist. Normalbürger würden nicht kooperieren wollen, es sei denn die Organisatoren erläuterten klar, warum sie abgehalten werden sollten und wie man Risiken minimiert, zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo Regierungsberater Omi weiter.

Japans Olympia-Macher und das Internationale Olympische Komitee versichern zwar immer wieder, dass die Spiele "sicher" und "geschützt" sein werden. Doch allen Beteuerungen zum Trotz halten sich Zweifel und Sorgen. Auch unter den Freiwilligen, die die größte Gruppe der Teilnehmer stellen. Sie wissen weniger als zwei Monate vor Beginn nicht einmal, ob sie auf Corona getestet, geschweige denn geimpft werden.

Nach Corona-Fall an Düsseldorfer Schule wehren sich Eltern gegen Quarantäne-Anordnung

14.01 Uhr: Ein Kind an der Marien-Grundschule in Düsseldorf-Wersten wurde positiv auf das Coronavirus getestet, nun sollen 16 weitere Schüler bis zum 10. Juni in Quarantäne bleiben. Doch wie die "Rheinische Post" berichtet, wollen sich einige Eltern nicht mit der Isolationsanordnung zufrieden geben. "Das Gesundheitsamt hat 16 von 17 Kindern einer Lerngruppe in eine 14-tägige Quarantäne geschickt, obwohl das Gros keine unmittelbare Nähe zu dem infizierten Kind hatte", sagte Katrin Bartels dem Blatt, deren Sohn zu den Quarantäne-Kindern gehört.

Alle Kinder – außer dem Corona-Fall – seien negativ auf den Erreger getestet worden. Doch das reicht nicht aus, um sie aus der Isolation zu befreien. "Wir sind nicht davon ausgegangen, diese Kinder gleich wieder in die Schule schicken zu können, aber eine pauschale zweiwöchige Quarantäne ist genauso falsch", findet Bartels. Barbara Eva Krüger, Leiterin der Marien-Schule, hört jedoch auf die Entscheidung der Behörden. Sie sagte der "Rheinischen Post":  "Ich kann die Sorgen und Gefühle der Familien gut verstehen, respektiere aber die Einschätzung des Gesundheitsamtes, denn dort wird nach Abwägung aller Umstände entschieden."

Nach mehreren Krankenhausaufenthalten wegen Corona will Berlusconi wieder arbeiten

13.23 Uhr: Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi will nach mehreren Krankenhausaufenthalten seine politische Arbeit langsam wieder aufnehmen. "Zum Glück geht es mir schrittweise besser", sagte der 84-Jährige der Zeitung "Il Giornale" (Mittwoch). Die Ärzte hätten ihm wieder ein Minimum an Arbeit gestattet, er dürfe aber das Haus nicht verlassen. Antonio Masiello/Getty Images Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi Anfang Februar in Rom

Berlusconi hatte sich im September des vergangenen Jahres mit dem Coronavirus angesteckt. Seitdem war der Chef der konservativen Partei Forza Italia, die zur aktuellen Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi gehört, wegen der Folgen immer wieder für längere Untersuchungen im Krankenhaus. In dieser Zeit wurden einige Prozesstermine verschoben, in denen sich der Politiker unter anderem wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten muss. Berlusconi soll sich nach seinem vergangenen Krankenhausaufenthalt in Mailand zu Hause weiter erholen.

Ermittlungen zu Corona in Ischgl abgeschlossen: Fünf Beschuldigte

11.11 Uhr: Staatsanwälte haben rund um den Corona-Ausbruch im österreichischen Skiort Ischgl fünf Beschuldigte identifiziert. Die Ermittlungen zu den Gesundheitsmaßnahmen im Frühjahr 2020 seien vorläufig abgeschlossen, teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Mittwoch mit. Wer die Beschuldigten sind, wurde nicht bekanntgegeben. Vom beliebten Tiroler Urlaubsort Ischgl aus wurde das Coronavirus im Vorjahr von Reiserückkehrern in viele europäische Länder gebracht, darunter auch nach Deutschland.

Anklagen liegen noch nicht vor. Zuvor wird der 70-seitige Bericht der Staatsanwaltschaft noch vom Justizministerium geprüft. Die Ermittler untersuchten, ob Verdächtige in strafbarer Weise die Verbreitung von Covid-19 herbeiführten oder beschleunigten. Dabei untersuchten sie die Maßnahmen, die nach Bekanntwerden der ersten Infektionen Anfang März gesetzt wurden, sowie die Schließung des Skigebietes am 13. März.

Eine unabhängige Untersuchungskommission hatte im Oktober von folgenschweren Fehleinschätzungen gesprochen. Unter anderem seien Skibusse und Seilbahnen erst mit Verspätung eingestellt worden.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen verlangt der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) im Zusammenhang mit Ischgl Schadenersatz von der Republik Österreich. Am 17. September soll in Wien der erste Prozess im Namen von Hinterbliebenen eines Österreichers beginnen, der in dem Skiort mit dem Coronavirus infiziert wurde und dann starb. Rund 100 weitere Klagen werden laut VSV vorbereitet. Jakob Gruber/apa/dpa

Alle Inzidenzen im Überblick sehen Sie hier:   
 
 

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Impfung finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online 

Geben Sie uns Feedback!

Enthielt dieser Beitrag für Sie relevante Informationen?

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Alle Energieprobleme auf einen Schlag gelöst? Großer Durchbruch bei der Kernfusion in den USA

Hausmittel gegen Unkraut: Diese 4 natürlichen und effektive Methoden helfen

 

Quelle: Den ganzen Artikel lesen