Gesundheit

Gutscheine erreichen die Kassen nach und nach

Was das nächste Schutzmasken-Paket auf Staatskosten (mit zwei Euro Eigenbeteiligung) angeht, müssen sich viele Risikopatienten noch gedulden. Die Bundesdruckerei hat zwar mit der Auslieferung der Berechtigungsscheine an die Kassen und privaten Versicherer begonnen – aber vermutlich wird sie erst Ende der ersten Februarwoche damit fertig sein. Die ersten Voucher sollten allerdings dieser Tage bei den ab 75-jährigen Anspruchsberechtigten ankommen. Die Apotheken stehen jedenfalls bereit – für sie gibt es zudem neues Kampagnenmaterial.

Der Gutscheinversand für FFP2-Masken für Risikopatienten läuft nur schleppend an. Zwar hat die Bundesdruckerei vor einer Woche mit dem Versand der fälschungssicheren Voucher an die Krankenkassen und privaten Krankenversicherungsunternehmen begonnen. Doch dies geschieht nach und nach. Während etwa die DAK schon vergangene Woche vermeldete, die ersten Gutscheine und Infoschreiben an Versicherte zu verschicken, folgen andere Kassen erst diese Woche. 

Auch die Barmer hat erst gestern Abend die erste Tranche der Voucher von der Bundesdruckerei erhalten. „Diese wurde direkt bei unserem Dienstleister angeliefert, der zusammen mit einer weiteren Druckerei die Anschreiben inklusive der Voucher versendet“, erklärte eine Barmer-Sprecherin gegenüber DAZ.online. Dazu seien im Vorfeld bereits alle notwendigen Vorbereitungen getroffen worden, um umgehend mit dem Versand der Voucher an die Versicherten beginnen zu können.

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In welcher Reihenfolge die Bundesdruckerei die Voucher an die einzelnen Kassen versendet, ist unklar. Der Barmer zufolge wird die Auslieferung aller Voucher durch die Bundesdruckerei aber voraussichtlich erst Ende der ersten Februarwoche abgeschlossen sein.

Und nicht nur die Druckerei geht in Tranchen vor. Auch die Versicherer müssen die Gutscheine laut Corona-Schutzmaskenverordnung nach und nach verschicken: Zunächst sind alle über 75 Jahren an der Reihe, dann folgen Personen zwischen 70 und 74 Jahren sowie solche mit bestimmten Vorerkrankungen bzw. Risikofaktoren. Zum Schluss kommen die Versicherten zwischen 60 und 69 Jahren. Die Knappschaft geht davon aus, dass die dritte Briefwelle bei ihr in voraussichtlich drei Wochen starten wird. Seitens des PKV-Verbandes hieß es laut einer dpa-Meldung, dass die privaten Versicherer bis Ende dieser Woche rund 1,2 Millionen Briefe an die Versicherten versenden werden.

Plakate und Radiospots informieren

Während die Apotheken also noch auf die ersten Kunden mit Voucher warten, erhalten sie auch Unterstützung für die zweite Abgabewelle. So bietet die ABDA zwei neue Plakatmotive im Rahmen der „Einfach unverzichtbar“-Kampagne. Sie zeigen zwei Risikopatienten mit einer Schutzmaske in der Apotheke mit dem Hinweis „Denken Sie an den Coupon!“.

Auch der Apothekerverband Nordrhein hat mit Unterstützung der ARZ Haan AG eine Informationskampagne gestartet. Neben Plakaten und Flyern gibt es lokale Radiospots im Sendegebiet Nordrhein. „Wir sind sehr dankbar, dass die ARZ Haan AG uns bei dieser Kampagne unterstützt und damit ein wichtiges Signal für die Apotheke vor Ort setzt“, freut sich AVNR-Vorsitzender Thomas Preis. Das Kampagnenmaterial und auch den Radiospot als Audiodatei finden Sie unter www.av-nr.de.

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