Gesundheit

Jeder vierter Bürger in Deutschland misstraut Corona-Kommunikation der Regierung

Während der Corona-Pandemie steht die Kommunikation der Regierung unter besonderer Beobachtung der Bevölkerung, die zu einem großen Teil skeptisch ist. Eine neue Studie belegt, dass in Deutschland 26 Prozent der Menschen den Regierungserklärungen misstrauen.

Keine guten Noten für die Kommunikation der deutschen Regierung während der Corona-Pandemie. Dieses Zeugnis stellt eine Studie des "Reuters Institute of the Study of Journalism" den Politikern und ihren Medienvertretern aus. Zwar unterstreicht diese globale Studie, dass sich eine Mehrheit der Bevölkerung immer noch gut informiert fühlt. Aber das Misstrauen ist groß.

Auf die Frage, ob die Bürger in Deutschland in der Woche vor der Umfrage falsche oder irreführende Informationen erhalten hätten, antworteten 26 Prozent mit "viel" oder "sehr viel". Ein alarmierendes Ergebnis, denn fast jeder Vierte ist skeptisch gegenüber den öffentlichen Äußerungen der Politiker und deren politischen Pressemitarbeitern in Bezug auf Covid-19.

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30 Prozent der US-Amerikaner misstrauen Kommunikation ihrer Regierung

In Brasilien sind es fast 30 Prozent, die den Aussagen ihrer Regierung in der Corona-Pandemie misstrauen. Auch in den USA fühlen sich fast 30 Prozent der Einwohner schlecht oder irreführend von ihrer eigenen Regierung informiert. Viele Skeptiker wechselten dabei im vergangenen Jahr von der linken Seite des politischen Lagers auf die rechte. Sven Hoppe/dpa/Symbolbild Eine Person wird geimpft.

Besser als in Deutschland, USA und Brasilien sind die Zahlen in Großbritannien und Japan. Hier beträgt die Anzahl der Skeptiker lediglich 17 beziehungsweise 18 Prozent.

Viele ältere Menschen nutzen klassisches Medienangebot

Die Pandemie stellt das Vertrauen in Politik und Medien auf die Probe. Vor allem für die klassischen Medien hat die Studie eine wichtige Botschaft. Diese bleiben die wichtigste Informationsquelle vieler Menschen und genießen ein höheres Vertrauen als die Kommunikation der Politik sowie die Kommunikation auf diversen Plattformen in den Sozialen Medien.

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Problematisch ist aber, dass die klassischen Medien überwiegend von älteren Menschen genutzt werden. Viele junge Menschen nutzen eher Soziale Medien. Während Twitter in Deutschland so gut wie keine Rolle spielt, ist dieses Medium aber in Großbritannien und Japan ein wichtiger Kommunikationskanal, um sich Informationen über die Entwicklung der Pandemie zu verschaffen.

Kluft zwischen Informierten und Ahnungslosen

Besonders eklatant ist der Unterschied zwischen Deutschland und Großbritannien, wenn es um Impfungen und Wirkstoffe geht. Während sich in Deutschland nur 25 Prozent der Bevölkerung von ihrer Regierung darüber gut informiert fühlen, sind es laut Studie in Großbritannien 45 Prozent – und damit fast doppelt so viele Menschen wie in Deutschland.

Festzustellen bleibt auch, dass es eine tiefe Kluft zwischen gut informierten Bürgern gibt und Mitmenschen, die vollkommen ahnungslos sind. Gerade in der Gruppe der Ahnungslosen finden sich die meisten Corona-Opfer, die sich mit dem Virus anstecken oder gefährlich erkranken, weil sie die Gefahr der Pandemie nicht erkennen.

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