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Kurkuma macht Viren harmlos – laut neuer Studie – Naturheilkunde & Naturheilverfahren Fachportal

Curcumin schützt Zellen vor eindringenden Viren

Curcumin ist eine natürliche Verbindung, die in dem Gewürz Kurkuma vorkommt. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass diese natürliche Substanz dem Körper dabei hilft, bestimmte Viren zu eliminieren.

Forschende der Microbiology Society zeigten, dass Curcumin verhindert, dass verschiedene Viren in Zellen eindringen können. In Laborversuchen dokumentierte das Team, wie Curcumin gleich eine doppelte antivirale Wirkung entfaltet. Die Ergebnisse wurden kürzlich in dem „Journal of General Virology“ veröffentlicht.

TGEV – das Coronavirus der Schweine

Eine Infektion mit dem sogenannten Transmissiblen Gastroenteritis Virus (TGEV) verursacht bei Ferkeln eine gefährliche übertragbare Gastroenteritis, die sich durch Durchfall und schwere Dehydrierung äußert. Bei Ferkeln, die jünger als zwei Wochen sind, führt die Infektion ausnahmslos zum Tod. In der globalen Schweinezucht stellt das zu den Coronaviren gehörende TGE-Virus somit eine große Bedrohung dar, zumal es bei akuten Ausbrüchen gegenwärtig keine zugelassene Behandlungsmethode gegen TGEV gibt.

Curcumin mit doppeltem antiviralem Effekt

Auf der Suche nach einer geeigneten Therapie gegen das Virus, entdeckten die Forschenden, dass Curcumin in höheren Konzentrationen die Anzahl von Viren in Zellkulturen verringert. Dabei scheint der Naturwirkstoff gleich auf zwei Arten die Viren zu hemmen. Zum einen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Curcumin an die Virushülle bindet und den Erreger so inaktiviert. Zum anderen scheint der Kurkuma-Wirkstoff den Stoffwechsel der Zellen so zu beeinflussen, dass die Viren nicht mehr in die Zelle eindringen können.

Auch bei anderen Viren wirksam

Hauptautorin Dr. Lilan Xie betont, dass die Studienergebnisse „darauf hindeutet, dass Curcumin ein grosses Potenzial in der Prävention einer TGEV-Infektion hat“. Aufgrund der entdeckten antiviralen Eigenschaften testen die Forschenden, wie andere Viren auf Curcumin reagieren. Es zeigte sich, dass der Wirkstoff im Labor auch andere Virustypen hemmte, darunter den Dengue-Virus, den Hepatitis B-Virus und den Zika-Virus.

Curcumin scheint ein regelrechtes Wundermittel zu sein

Die Versuche deuten darüber hinaus darauf hin, dass Curcumin eine ganze Reihe bedeutender biologischer Wirkungen hat. So soll den Forschenden zufolge Curcumin auch vor der Entstehung von Krebszellen schützen und einen antibakteriellen sowie einen entzündungshemmenden Effekt haben. Zudem verursache der Wirkstoff keine oder nur geringe Nebenwirkungen.

Ein Reservoir an Naturheilstoffen

„Es gibt große Schwierigkeiten bei der Vorbeugung und Kontrolle von Viruserkrankungen, insbesondere wenn es keine wirksamen Impfstoffe gibt“, erläutert die Studienautorin. Die Traditionelle Chinesische Medizin biete eine große Bibliothek von altbewährten Wirkstoffen, die zum Teil noch nicht durch moderne Forschungsmethoden analysiert sind.

Einschränkung der Studie

Bislang wurde der Effekt nur in Zellkulturen im Labor festgestellt. Die Forschenden wollen nun die Wirkung von Curcumin in einem Tiermodell testen, um die hemmenden Eigenschaften in einem komplexeren System zu überprüfen. Erst dann kann die antivirale Wirkung von Kurkuma besser bewertet werden.

TCM zeigte auch bei COVID-19 Wirkung

Die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) zeigte sogar an COVID-19-Betroffenen in China Wirkung. Aus Mangel an geeigneten Therapien behandelten chinesische Ärztinnen und Ärzte COVID-19-Erkrankte begleitend mit TCM, wodurch sich die Genesung der Betroffenen beschleunigtte. Mehr Informationen finden Sie in dem Artikel: Traditionelle chinesische Medizin (TCM) hilft gegen COVID-19. (vb)

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