Gesundheit

Omikron-Typ BA.2 laut WHO nicht gefährlicher? In Dänemark steigen die Todeszahlen

Obwohl die meisten Corona-Schutzmaßnahmen im März aufgehoben werden sollen, greift der neue Omikron-Subtyp BA.2 ins Infektionsgeschehen ein. Die WHO hält BA.2 für nicht gefährlicher, dennoch werfen die gestiegenen Todeszahlen aus Dänemark Fragen auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der neue Omikron-Subtyp BA.2 hat bereits Anfang Februar einen Anteil von 14,9 Prozent am Infektionsgeschehen in Deutschland.
  • Wissenschaftler warnen vor der höheren Infektiösität, Daten aus Südafrika können einen schweren Krankheitsverlauf nicht bestätigen.
  • In Dänemark und Deutschland steigen die Todeszahlen. Im Vergleich zu den hohen Infektionszahlen scheint Omikron tatsächlich weniger tödlich als die Vorgängervarianten Delta und Alpha.

Während Deutschland immer weiter lockert, greift eine neue Omikron-Variante auch hierzulande um sich. Der infektiösere Subtyp mit der Bezeichnung BA.2 machte laut Robert-Koch-Institut (RKI) in der ersten Februarwoche bereits 14,9 Prozent am Infektionsgeschehen aus. Zum Vergleich: In der ersten Januarwoche lag der Anteil noch bei 1,6 Prozent.

Bereits seit Anfang des Jahres warnen Wissenschaftler weltweit, dass durch BA.2 nicht nur die Infektiösität sondern auch die Krankheitsschwere zunimmt. Am Dienstagabend gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedoch Entwarnung, die Krankheitsverläufe seien nicht schwerer als mit BA.1, dem aktuell noch in Deutschland dominierenden Subtyp von Omikron.

„Wir sehen keinen Unterschied (…) in Bezug auf das Risiko einer Krankenhauseinweisung“, so die WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove. Die derzeit in den meisten Teilen der Welt dominante Untervariante BA.1 führt nachweislich deutlich seltener zu schweren Krankheitsverläufen als vorher dominante Corona-Erreger wie Delta oder Alpha.

In Dänemark hat sich der Omikron-Subtyp BA.2 bereits ausgebreitet

Bei unseren nördlichen Nachbarn in Dänemark hat sich BA.2 bereits durchgesetzt. Gut 88 Prozent aller Infektionsfälle wurden in der ersten Februar-Woche durch den neuen Subtyp ausgelöst, wie das nationale Statens Serum Institut meldet. Seit Mitte Januar steigen in Dänemark die Todeszahlen in Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung immer weiter. Von zehn Toten am 16. Januar steigt die Kurve auf 44 am 16. Februar an und liegt aktuell bei 34. Im gleichen Zeitraum stieg auch der Anteil an BA.2 am Infektionsgeschehen. Ist der neue Subtyp also doch nicht so harmlos, wie von der WHO eingeschätzt?

Aufgrund der steil ansteigenden Todeszahlen sah sich der dänische Gesundheitsdienst Staten Serums Institut am Freitag zu einer Richtigstellung gezwungen. Zwar würden auch an Omikron noch Menschen sterben. Aufgrund der hohen Infektionszahlen ist die Sterberate in Summe aber geringer als bei den Varianten Delta oder Alpha. Die allgemeine Sterblichkeit in Dänemark würde sich trotz Aufhebung aller Maßnahmen aber wieder normalisieren. Immer mehr Infizierte würden mit und nicht an Corona sterben, so der dänische Gesundheitsdienst.

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Sorge macht unterdessen die Entdeckung einer neuen Untervariante von BA.2, noch kryptisch als H78Y bezeichnet, die bereits 25 Prozent der BA.2-Infektionen ausmachen. Sie soll noch infektiöser sein. Über eine schwere des Verlaufs gibt es bislang keine wissenschaftlichen Daten.

Omikron-Subtyp: Mildere Verläufe laut WHO? Daten nicht immer übertragbar

Auch in Deutschland steigt am Mittwochmorgen die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden weiter an. Das RKI meldete 299 Tote am Dienstag waren es noch 247. Der Anteil der noch im Herbst dominierenden Delta-Variante ist hingegen auf unter 1 Prozent gesunken, wie das RKI mitteilt. Damit bestimmen die beiden Omikron-Typen maßgeblich das Infektionsgeschehen in Deutschland. FOCUS Online/Wochit Zverev verliert und lässt seiner Wut freien Lauf – disqualifiziert!

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