Gesundheit

Spaziergänge senken das Demenzrisiko – aber auf die Geschwindigkeit kommt es an

Wer genügend Schritte am Tag geht, kann dadurch das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einen frühen Tod verringern. Forschende haben nun herausgefunden, dass die Schrittzahl und Anzahl der Schritte pro Minute einen Einfluss auf das Demenzrisiko haben.

Ein Forschungsteam um Borja del Pozo Cruz analysierte Daten aus der Medizindatenbank "UK-Biodatenbank" von rund 78.500 Menschen im Alter zwischen 40 und 79 Jahren aus Schottland, England und Wales. Die Proband:innen mussten sieben Tage lang 24 Stunden am Tag einen Schrittzähler tragen.

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Die Wissenschaftler:innen teilten die Teilnehmenden nach einer Analyse der Schritte in zwei Gruppen ein: jene, die weniger als 40 Schritte pro Minute gehen und jene, die mehr als 40 Schritte pro Minute gehen. Die Forschenden schauten sich auch die Proband:innen genauer an, die innerhalb von 30 Minuten im Laufe eines Tages die meisten Schritte pro Minute gemacht haben. Rund sieben Jahre danach schauten sich die Forschenden die Krankenakten der Proband:innen an. 866 von ihnen waren an Demenz erkrankt – sie gehörten überdurchschnittlich oft zu der Gruppe der Langsamgeher:innen beziehungsweise derer, die wenig spazieren.

Demenzrisiko senken – die Geschwindigkeit beim Gehen zählt

Die gute Nachricht für alle: Man muss sich nicht auf die Zahl der Schritte fixieren, denn in der Studie zeigt sich, dass vor allem die Geschwindigkeit eine Rolle spielt. Wer zügig unterwegs ist – mit 112 Schritten in der Minute innerhalb von 30 Minuten – reduziert sein Risiko, an Demenz zu erkranken laut der Studie um 62 Prozent. Die 30 Minuten müssen nicht am Stück gegangen werden – man kann sie im Laufe eines Tages zusammensammeln.

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"Unsere wichtigste Erkenntnis ist, dass die Anzahl der Schritte pro Minute wichtiger ist als die Gesamtzahl der Schritte", sagte Studienautor del Pozo Cruz gegenüber "CNN". Die Forschenden definierten eine optimale Schrittzahl pro Tag mit 9826 Schritten, welche das Risiko einer Demenzerkrankung um 50 Prozent senken und die Mindestzahl an Schritten pro Tag liegt laut den Wissenschaftler:innen bei 3800, um das Demenzrisiko um 25 Prozent zu verringern.

Heißt also: Ein kurzer, zügiger Spaziergang um den Block ist effektiver, um das Demenzrisiko zu senken, als ausgedehntes Flanieren in einem gemächlichen Tempo.

Quellen: Studie Jama Neurology,CNN

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