Gesundheit

Wie läuft es mit der Corona-Warn-App?

Die Corona-Warn-App informiert seit Juni 2020 in Deutschland darüber, ob man Kontakt mit einer COVID-19-infizierten Person hatte und ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht. Technische Probleme und mangelnde Akzeptanz schienen die App auszubremsen. Inzwischen wurde sie 22,6 Millionen Mal geladen. Wie steht es aktuell um die Nutzung der App? DAZ.online fragte beim Bundesministerium für Gesundheit nach. 

Das Informatikforschungsinstitut Offis hat von Mitte August bis Ende September 2020 eine bundesweite Online-Umfrage zur Nutzung, aber auch Nichtnutzung der deutschen Corona-Warn-App (CWA) durchgeführt. Bei der Offis-Umfrage mit rund 1.300 Teilnehmern gaben 11 Prozent der Befragten an, die Warn-App nicht installiert zu haben, 81 Prozent richten die App ein und der Rest kam mit der Installation nicht klar oder stand vor anderen Problemen. Das Marktforschungsinstitut infas 360 führte dazu eine parallele Umfrage durch. Insgesamt wurden 11.862 Antworten der beiden Institute ausgewertet.

Die Meinungsforscher ermittelten vier Hauptgründe, warum die App nicht genutzt wird: Ganz oben standen Datenschutz-Bedenken, nahezu gleichauf waren Zweifel am Sinn der App sowie technische Probleme. Dabei wurden auch Probleme genannt, die sich unter User Experience zusammenfassen lassen und widerspiegeln, dass die Nutzenden den Umgang mit der App nicht angenehm finden. Weniger relevant, aber doch sichtbar in den Ergebnissen, waren Gleichgültigkeit sowie grundsätzliche Zweifel an der Gefahr durch Corona. 

Inzwischen hohe Akzeptanz der CWA

Aktuell haben bisher nach Information des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) rund 22,6 Millionen User die App heruntergeladen. „Die Anzahl von Downloads, die Übermittlung von mehr als 3,8 Millionen Testergebnissen, die Anbindung von 167 Laboren, das entspricht über 90 Prozent der niedergelassenen Testkapazität, sowie fast 70.000 Nutzer:innen, die in den letzten Wochen aufgrund eines positiven Testergebnisses andere Nutzer:innen gewarnt haben, verdeutlichen die auch im internationalen Vergleich hohe Akzeptanz der CWA und deren voranschreitende Integration in Versorgung und Testgeschehen“, erklärt das Ministerium auf Anfrage von DAZ.online. Hinzu komme der Anschluss der CWA an den EU-Server, sodass mit einer zunehmenden Anzahl an Mitgliedsländern auch grenzüberschreitende Warnungen ausgetauscht werden können.  

Die hohe Anzahl der Downloads, die Nutzung der CWA zur Übersendung der Testergebnisse sowie die Bereitschaft der Nutzer:innen zum Teilen ihrer positiven Warnschlüssel zeige, dass die CWA genutzt und positiv aufgenommen werde. 

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