Persönliche Gesundheit

Erhöht regelmäßiges Haarefärben das Krebsrisiko?

Frauen, die sich selbst die Haare färben, haben kein höheres Risiko für die meisten Krebsarten. Dies berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "BMJ", nachdem sie fast 120.000 Frauen über viele Jahre hinweg beobachtet hatten.

Im Vergleich zu Frauen, die bei ihrer natürlichen Haarfarbe blieben, erkrankten Frauen, die sich selbst die Haare färbten, innerhalb von 36 Jahren nicht häufiger an Krebserkrankungen der Blase, des Gehirns, des Dickdarms, der Niere, der Lunge, des Blutes und des Immunsystems sowie den meisten Krebserkrankungen der Haut oder der Brust.

Die Verwendung von permanenten Haarfärbemitteln war jedoch mit einem leicht erhöhten Risiko für eine bestimmte Hautkrebsart (dem Basalzellkarzinom) sowie einigen Arten von Brust- und Eierstockkrebs verbunden. Dies stand teilweise mit dem verwendeten Haarfärbemittel im Zusammenhang: So wurde beispielsweise ein leicht erhöhtes Risiko für das Hodgkin-Lymphom nur bei Frauen mit natürlicherweise dunklem Haar beobachtet. Die Autoren vermuten, dass dies mit den Inhaltsstoffen der Bleichmittel zusammenhängen könnte, die bei dunkleren Farben höhere Konzentrationen aufweisen.

Privater Gebrauch ist kein Risiko

Insgesamt leiten sie aus den Ergebnissen ab, dass der persönliche Gebrauch von dauerhaften Haarfärbemitteln nicht mit einem höheren Risiko für Krebs verbunden ist. Während die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation die berufliche Verwendung von Haarfärbemitteln bei Friseuren als wahrscheinlich krebserregend eingestuft hat, ist die fehlende Warnung vor einem persönlichen Gebrauch demnach berechtigt.

Die Verwendung von Haarfärbemitteln ist insbesondere bei älteren Altersgruppen zur Überdeckung von Graufärbungen beliebt. Schätzungsweise 50 bis 80 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer ab 40 Jahren in den USA und Europa verwenden permanente Haarfärbemittel.

ZOU

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