Persönliche Gesundheit

Fit im Alter: Gibt es bald ein Medikament, das wie Sport wirkt?

Forscher der Stanford School of Medicine haben beobachtet, dass sich die Fähigkeit zur Muskelreparatur bei älteren Mäusen, die regelmäßig nachts Runden im Laufrad drehten, verbesserte. Die regelmäßige Bewegung wirkte wie eine Verjüngungskur auf die Muskelstammzellen der Tiere. Spezielle Medikamente könnten in Zukunft denselben Mechanismus nutzen.

Forscher der Stanford School of Medicine haben beobachtet, dass sich die Fähigkeit zur Muskelreparatur bei älteren Mäusen, die regelmäßig nachts Runden im Laufrad drehten, verbesserte. Die regelmäßige Bewegung wirkte wie eine Verjüngungskur auf die Muskelstammzellen der Tiere. Spezielle Medikamente könnten in Zukunft denselben Mechanismus nutzen.
Sport ist dafür bekannt, altersbedingten Problemen entgegenzuwirken. Dies funktioniert offenbar auch bei Muskelstammzellen, die entlang der Muskelfasern in einem Ruhezustand warten, bis Schäden repariert werden müssen: Bei gealterten inaktiven Mäuse waren sie weniger zur Regeneration von Muskelschäden in der Lage als bei Tieren im selben Alter, die regelmäßig in einem Laufrad aktiv waren. Solch ein Trainingsvorteil wurde bei jüngeren Tieren nicht beobachtet.

"Die Wirkung bei alten Tieren ist sehr deutlich", sagte der Neurologe Prof. Dr. Thomas Rando aus Stanford. "Wir haben festgestellt, dass regelmäßige Bewegung die Jugendlichkeit der Gewebereparatur wiederherstellt. Die Muskelstammzellen sehen aus und verhalten sich wie die von viel jüngeren Tieren."

Die Forscher haben auch den Mechanismus identifiziert, der beim Zurückdrehen der Uhr beteiligt ist. Sie glauben, dass Medikamente, die diesen Signalweg verändern, ähnlich wie Bewegung wirken könnten. Diese Annahme leiten sie aus der Beobachtung ab, dass eine Übertragung von Blut der aktiven alten Mäuse auf inaktive Tiere deren Fähigkeit zur Muskelreparatur ebenfalls steigerte. "Wenn wir ein Medikament entwickeln könnten, das diesen Effekt nachahmt, könnten wir möglicherweise in den Nutzen kommen, ohne monatelang Sport treiben zu müssen", sagte Rando.

In ihren Versuchen verglichen die Forscher 20 Monate alte Mäuse, was einem menschlichen Alter von 60 bis 70 Jahren entspricht, mit drei bis vier Monate alten Mäusen, was beim Menschen 20 bis 30 Jahren entspricht. Ein Teil der Mäuse hatte ein Laufrad im Käfig, worauf die jungen Mäuse nachts durchschnittlich zehn und ältere Mäuse ungefähr fünf Kilometer aus eigenem Antrieb zurücklegten. Zum Vergleich dienten zwei Gruppen alter und junger Mäuse, die unbewegliche Räder im Käfig hatten.

ZOU

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