Persönliche Gesundheit

Neue Studie beweist: Mit ein wenig Sport kommen wir gesund aus der Krise heraus

Eine neue US-Studie hat untersucht, wie sich Sport auf die Gesundheit psychisch Stabiler auswirkt. Gerade jetzt sei die Zeit, aktiv zu werden, sagt die Studienautorin. Denn regelmäßige Bewegung bewahrt uns davor, in ein tiefes Loch zu fallen.

Die Corona-Krise schlägt auf die Stimmung: Viele machen sich Sorgen um ihre Liebsten, fühlen sich ausgelaugt und sind schneller gereizt. Helfen kann da: Abwarten, hoffen – und Sport treiben. Einer Studie zufolge hebt Bewegung binnen kurzer Zeit unsere Stimmung und bewahrt uns davor, in eine Depression zu fallen. Diese Wirkung hält mehrere Wochen an.

Für ihre Studie haben die Forscher der Columbia University in New York 119 gesunde, aber unsportliche Erwachsene zwischen 19 und 45 Jahren ausgewählt, denen sie einen Fragebogen zu ihrer mentalen Gesundheit vorlegten. Wichtig war den Forschern vor allem, dass sie keinerlei seelische Beschwerden hatten, psychisch also stabil waren. Denn bisher wurden die Auswirkungen von Sport auf die Psyche nur bei Menschen untersucht, die generell anfälliger für eine Angststörung oder klinische Depression waren.

Viermal wöchentlich für 30 Minuten Bewegung

Ihre Probanden haben die Forscher dann in zwei Gruppen unterteilt – eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe. Die Versuchsgruppe ließen sie über drei Monate viermal wöchentlich für knapp 35 Minuten entweder auf einem Laufband walken, beziehungsweise joggen oder sie durften sich auf einem Fahrrad-Hometrainer austoben. Am Ende des Trainings sollten die Teilnehmer aber alle aus der Puste sein.

Nach den drei Monaten befragten die Forscher die Versuchs- und Kontrollgruppe wieder zu ihrer psychischen Verfassung und baten die Versuchsgruppe, für einen Monat keinen Sport mehr zu treiben. Alle Teilnehmer seien darüber enttäuscht gewesen – sie hatten sich an die Bewegung gewöhnt.

Risiko, an Depression zu erkranken, um 35 Prozent geringer

Nach dem sportfreien Monat befragten die Forscher ihre Teilnehmer ein letztes Mal. Das Ergebnis: Um die psychische Gesundheit der Versuchsgruppe war es noch besser bestellt als vor dem Experiment.

Ihr Risiko, an einer Depression zu erkranken, fiel gegenüber der Kontrollgruppe um 35 Prozent. Auch hatten sie keine Probleme mit negativen Emotionen – sie waren weder gereizt oder verärgert noch feindselig. Die positive Wirkung stellte sich schon nach den drei Monaten Training ein und hielt auch während der unsportlichen Phase bis zur finalen Befragung an.

Die Studienautorin Kathleen McIntyre fasst zusammen: „Wer dieser Tage zum Wandern, Joggen oder Radfahren rausgehen kann, sollte es tun. Es hilft uns bei all den negativen Gefühlen, die wir alle gerade erleben.“

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